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Pfingstessen: Was isst man an Pfingsten?

Katharina Meyeram 12.05.2016 um 17:09 Uhr

Weihnachten gibt es die Weihnachtsgans, Karfreitag traditionell Fisch – aber was isst man eigentlich an Pfingsten? Wir haben uns mal durch die verschiedenen Traditionen gewühlt und stellen Dir ein typisches Pfingstessen vor!

Das christliche Fest Pfingsten beschert uns Jahr für Jahr ein langes Wochenende, das wegen der meist warmen Temperaturen im Mai oder Juni für Ausflüge, Grillfeste und Draußensein genutzt wird. Doch warum feiert man Pfingsten eigentlich?

Was kommt Pfingsten auf den Tisch?

Was kommt Pfingsten auf den Tisch?

Das drittwichtigste christliche Fest nach Ostern und Weihnachten wird am 50. Tag nach der Auferstehung Christi gefeiert. Der Bibel nach kam an diesem Tag der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herab und erleuchtete sie, damit sie den christlichen Glauben in der Welt verbreiten. Doch auch wenn Pfingsten für gläubige Christen ein wichtiger Feiertag ist, geht er längst nicht mit so vielen Traditionen einher wie Weihnachten und Ostern – auch was das Pfingstessen angeht.

Das kommt Pfingsten auf den Tisch

Pfingstochse

Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es den Brauch, dass der prächtigste Ochse einer Erde mit Blumen und Girlanden geschmückt wurde und die Herde, gefolgt von einer Dorfprozession, zum ersten Mal auf die Weide führte. Diese besondere Ehre hielt jedoch nicht lange, denn nach dem Fest landete der Ochse als Pfingstessen auf dem Tisch. Das Schmücken eines Pfingstochsen oder eines Schafbocks wird zwar noch heute in einigen Gegenden zelebriert, doch auf dem Tisch landet am Pfingstsonntag dann wohl doch eher ein klassischer Schweinebraten oder ein ähnlich herzhaftes Festtagsmenü.

Pfingstbrezeln

Ein weiteres traditionelles Pfingstessen stammt aus Böhmen. Ähnlich wie den Stiefel zu Nikolaus legten Kinder früher Huflattichblätter aus und fanden am nächsten Morgen leckere Brezeln darauf vor, die sie mit Genuss verspeisten. Die Blätter wurden aufbewahrt, da sie eine heilende Wirkung (zum Beispiel bei Husten) haben.

Brotvögel

Die Taube gilt als Symbol für den Heiligen Geist. Daher wurde noch bis ins 18. Jahrhundert zu Pfingsten in Bayern Gebäck in Form von Vögeln hergestellt. Die Brotvögel wurden daraufhin durch eine Luke in die Kirche geworfen. Da dies jedoch als Spott angesehen wurde, wurde die Tradition 1803 abgeschafft.

Heiliggeist-Krapfen

So machst Du Heiliggeist-Krapfen

So machst Du Heiliggeist-Krapfen

Noch bis heute sind hingegen die Heiliggeist-Krapfen in Pfingsten verbreitet, die vor allem in Bayern jedes Jahr als typisches Pfingstessen auf den Tisch kommen.

So machst Du Heiliggeist-Krapfen selbst:

Zutaten für 4 Personen:

900 Gramm Mehl

200 Gramm zerlassene Butter

warme Milch

8 Eigelb

4 Eier

2 Päckchen Vanillezucker

Schritt 1: Verquirle Mehl, Butter, Eier, Eigelbe und Vanillezucker in einer großen Schüssel mit einem Rührbesen, bis eine glatte Masse entsteht. Anschließend muss der Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde ruhen.

Schritt 2: Rolle nun den Teig aus und schneide ihn in Quadrate. Diese werden in heißem Öl gebacken. Um die typische rosenähnliche Form zu erhalten, stichst Du während des Backens mit einer Gabel in den Krapfen und drehst einen kleinen Twist.

Schritt 3: Die Heiliggeist-Krapfen schmecken gut mit Puderzucker oder einem leckeren Fruchtkompott.

Wenn das Wetter stimmt, werden die meisten Menschen zu Pfingsten wohl am ehesten grillen. Trotzdem gibt es die eine oder andere Tradition in Sachen Pfingstessen. Mit Brezeln oder den leckeren Krapfen liegst Du also ebenfalls goldrichtig.

Bildquelle: iStock/shironosov, iStock/Nadalinna

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