Tolle Knolle

Gesundbrunnen Rote Bete

Meike Leyerleam 27.01.2016 um 16:33 Uhr

Würde man ein Ranking der beliebtesten Gemüsesorten erstellen, die Rote Bete würde vermutlich nicht in den Top Ten auftauchen, viele Feinschmecker verschmähen sie. Doch gibt man der Knolle eine Chance, merkt man schnell, dass es sich lohnt, in Zukunft häufiger Rote Bete zu essen. Warum? Ganz einfach…

… weil Rote Bete lecker und abwechslungsreich ist!

Der süß-säuerliche Geschmack hebt Rote Bete von anderen Gemüsesorten ab, die leicht erdige Note, die die Knolle häufig mitbringt tut ihr Übriges für ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Wer den erdigen Beigeschmack nicht so gerne mag, der kombiniert Rote Bete einfach mit frischem Obst wie beispielsweise Äpfel oder Orangen – die Frische der Früchte sorgt für einen süßeren Geschmack, der garantiert überzeugen kann. Zu Fisch und Fleisch passt Rote Bete ebenfalls hervorragend und auch mit Milchprodukten wie zum Beispiel Sauerrahm harmoniert sie einfach wunderbar. Durch diese vielen Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich jede Menge unterschiedliche Kreationen, die die Rote Bete immer wieder neu in Szene setzen: Von Suppen über Salate bis hin zu Rezepten, bei denen das Gemüse als Beilage serviert wird, ist alles dabei!

… weil Rote Bete ganz einfach zuzubereiten ist!

Wirft man einen Blick auf die verschiedenen Rezepte mit Roter Bete wird eines schnell deutlich: Weder viel Vorwissen noch Profiequipment sind nötig, um aus der Knolle einen Leckerbissen zu machen. Den besten Effekt auf die Gesundheit kann Rote Bete entfalten, wenn sie roh verzehrt wird, für viele Rezepte muss man sie daher nur schälen und anschließend kleinschneiden. Dabei sollte man auf Einmalhandschuhe zurückgreifen, sonst färbt der Saft der Knolle die Finger für Tage ein. Aber auch vorsichtiges Kochen ist kein Problem: wird die Rote Bete schonend gegart, bleiben viele Nährstoffe erhalten. Dazu die ungeschälte Rote Bete einfach in einen Topf mit siedendem Salzwasser geben und etwa 30 Minuten lang garen lassen, anschließend (wieder mit Einmalhandschuhen) schälen – und schon ist die Rote Bete bereit für viele köstliche, warme Gerichte. Wer keine 30 Minuten warten möchte, der greift als schnelle Alternative auf die vorgegarte, bereits geschälte Variante zurück, die es in einer Vakuum-Verpackung in (fast) jeder Gemüseabteilung zu finden gibt.

… weil Rote Bete unglaublich gesund ist!

Wenn sie schon beim Beliebtheitsranking (noch!) nicht ganz vorne mit dabei sein kann, schafft es Rote Bete immerhin, in Sachen gesunder Inhaltsstoffe viele andere Gemüsesorten in den Schatten zu stellen. Die Vitamine B und C, Kalium, Folsäure und Eisen sind hauptverantwortlich für den Superfood-Status, den wir der Roten Bete verleihen. Durch sie wird der Stoffwechsel angeregt, das Blut gereinigt und die Blutbildung angeregt – gerade bei Eisenmangel sollte man also häufig zur knallroten Knolle greifen. Der sekundäre Pflanzenstoff, der übrigens die Farbe ins Spiel bringt, rundet das Gesundheitspaket ab: er wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. In Sachen Nährstoffe ist Rote Bete also ein echtes Schwergewicht (im besten Sinne!), wenn es um Kalorien- und Fettgehalt geht, ist sie allerdings ein Leichtgewicht. Gerade einmal 45 Kilokalorien pro 100 Gramm, dazu ein vernachlässigbarer Fettgehalt von 0,2 Gramm, das macht die Rote Bete zum besten Freund aller Figurbewussten.

Rote Bete auf einem Holztisch

Frische rote Bete ist in vielerlei Hinsicht ein Highlight!

An dieser Stelle sei aber auch noch auf den Oxalsäuregehalt der Roten Bete hingewiesen: Genau wie Rhabarber enthält Rote Bete vergleichsweise viel Oxalsäure, die zum einen beim Essen zu einem pelzigen Gefühl auf der Zunge sorgen, zum anderen die Aufnahme von Kalzium im Körper negativ beeinflussen kann. Wer unter Nierenproblemen leidet oder in der Vergangenheit bereits Nierensteine hatte, sollte lieber einen Bogen um die Rote Bete machen, da sie unter Umständen auch die Bildung von Harnsteinen fördern kann. Gegen das pelzige Gefühl im Mund gibt es übrigens ein Hausmittel: Die Rote Bete einfach mit Milchprodukten servieren, sie neutralisieren die Oxalsäure.

Gesund, lecker, abwechslungsreich: Was will man mehr erwarten von einer Gemüsesorte? Wegen ihrer leuchtend roten Farbe ist die Rote Bete ganz nebenbei auch noch ein optisches Highlight auf dem Teller und erfüllt damit eigentlich wirklich jedes Kriterium, um in der Beliebtheitsskala aufzusteigen. Wir drücken ihr die Daumen – und Dir wünschen wir guten Appetit!

Bildquelle: iStock/Avdeev_80

Kommentar (1)

  • Meike Leyerle am 27.01.2016 um 16:18 Uhr

    Isst Du gerne Rote Bete?