In der Advents- und Weihnachtszeit darf in der Backstube ruhig öfter der Ofen glühen, denn es gibt kaum eine Jahreszeit, in der knusprige Kekse besser ankommen. Während viele Backfeen sich in der internationalen Backszene umschauen, legen andere Wert auf traditionelle Weihnachtsplätzchen. Wir verraten Dir die Klassiker, die auf keinem bunten Teller fehlen dürfen.

Weihnachten ist eine Zeit voller Traditionen, die Jahr für Jahr immer wieder ausgelebt werden. Da werden Fenster mit Weihnachtsbögen erleuchtet, schimmernde Weihnachtskugeln spiegeln das Kerzenlicht der Adventskränze wieder und mit kleinen Lichtern bestückte Tannengirlanden umrahmen Türen und Treppengeländer. Doch nicht nur die Optik schafft die besinnliche Weihnachtsatmosphäre, auch Weihnachtsplätzchen gehören für viele Familien zur Adventsstimmung einfach dazu.

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Die Weihnachtsplätzchen-Klassiker gehören zur Adventszeit einfach dazu

Das liegt vor allem an dem hohen Gemeinschafts- und Gemütlichkeitsfaktor von Weihnachtsplätzchen. Beim gemeinsamen Backen kommen sich Eltern und Kinder (egal welchen Alters) endlich mal wieder näher, schaffen gemeinsam Genuss und können den Alltagsstress für ein paar Stunden vergessen. Gerade die simplen Weihnachtsplätzchen sind wie gemacht, um sie mit den ganz Kleinen zu kneten, auszurollen und anschließend mit den lustigsten Förmchen auszustechen. Die Vorfreude wächst dann nur noch weiter, wenn beim Backen der herrliche Duft durch die ganze Wohnung zieht. Sind die kleinen Engel, Elche, Herzen und Sterne dann auch noch kunterbunt dekoriert, kann man sie zum gemütlichen Adventstee gemeinsam im Warmen verknuspern, während draußen der Winter Eiseskälte durch die Straßen treibt.

Weihnachtsplätzchen Klassiker: Feines Gebäck, feine Noten

Wer zum Tee oder zum Kaffee gern Gebäck nascht, das mit köstlichen Vanillenoten und mit einer besonders zarten Konsistenz gesegnet ist, für den sind Weihnachtsplätzchen wie Vanillekipferl, Butterplätzchen, Schwarzweiß- oder Spritzgebäck wie gemacht.

Zartschmelzende Vanillekipferl - Hier geht's zum Rezept

Zartschmelzende Vanillekipferl – Hier geht’s zum Rezept

Vanillekipferl: Dieses zarte Mürbegebäck wird mit jeder Menge fein gemahlenen Mandeln und reichlich Vanillemark hergestellt. Überzogen sind sie mit einer dicken Schicht Puderzucker, in dem sie direkt nach dem Backen großzügig gewälzt werden. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass man sich die Finger nicht verbrennt, doch die heiße Angelegenheit lohnt sich. Beim Essen zerfallen diese Weihnachtsplätzchen einfach im Mund und schmelzen auf der Zunge förmlich dahin.

Schwarzweißgebäck: Wer sich zwischen Vanille und Schokolade nicht entscheiden kann und sich immer über Plätzchen freut, die dank ihrer Optik keiner weiteren Dekoration bedürfen, ist mit Schwarzweißgebäck richtig beraten. Ob Spiralen, Schachbrettmuster oder ganz eigene Kreationen, diese Weihnachtsplätzchen machen einfach Spaß!

Butterplätzchen: Hier ist der Name Programm. Der Teig für Butterplätzchen enthält einen sehr großen Anteil des tierischen Fettes. Es ist nicht nur ein idealer Geschmacksträger für Aromen wie Vanille oder Zitrone, sondern verleiht den hauchdünnen Weihnachtsplätzchen auch einen unvergleichlich buttrigen Geschmack und lässt sie wunderbar knusprig werden.

Spritzgebäck: Wo rohe Kräfte formend walten… Spritzgebäck gehört zu jenen traditionellen Weihnachtsplätzchen, die nicht ausgerollt und ausgestochen werden. Seine besondere Form erhält Spritzgebäck stattdessen – der Name verrät es schon – durch das Spritzen des Teiges. Da dieser aber auf Grund seines niedrigen Flüssigkeitsgehaltes sehr fest und zäh ist, braucht es viel Energie um den Teig durch eine Sterntülle zu drücken. Wer seinem Spritzbeutel diesen Kraftakt nicht zumuten möchte, setzt auf die Power eines Fleischwolfes, der mit den passenden Schablonen ausgestattet wurde.

Weihnachtsplätzchen Klassiker: Würzig und aromatisch

Naschkatzen, die zur Adventszeit geschmacksintensivere Weihnachtsplätzchen mit den klassischen Weihnachtsgewürzen bevorzugen, stapeln ihren Teller voll mit Leckereien wie Zimtsternen, Spekulatius, Lebkuchen, Florentinern oder auch Kokosmakronen.

Zimtsterne: Diese kleinen Knusperhappen sehen aus wie schneebedeckte Sternchen, die herrlich nach Zimt und Mandeln duften. Vom Teig her sind sie Macarons nicht unähnlich, auch Zimtsterne werden aus Eischnee sowie fein gemahlenen Mandeln hergestellt und mit jeder Menge Zimt aromatisiert. Nach dem Backen werden sie großzügig mit Zuckerguss bestrichen, dann kann der Genuss auch schon losgehen.

Kokosmakronen

Kokosmakronen: Kleine Schneehäufchen – Zum Rezept

Kokosmakronen: Vielleicht ist es die Erinnerung an Schnee, die Kokosflocken zur beliebten Zutat für Weihnachtsplätzchen werden lässt. Wie auch immer sie es geschafft haben, angehäuft zu saftigen Kokosmakronen zaubern sie jeder Naschkatze Augen, die mit dem Weihnachtsbaum um die Wette leuchten.

Lebkuchen: Was wäre Weihnachten ohne Lebkuchen? Ganz klar – nur halb so schön! Heutzutage kaufen die meisten Menschen Lebkuchen lieber im Laden, anstatt ihn selbst zu backen. Dabei ist es gar nicht so schwer: Hat man einmal alle nötigen Zutaten beisammen, ist der Weg zum selbstgebackenen Leckerbissen nicht mehr weit. Aus Lebkuchen lassen sich nicht nur „mundliche“ Happen zaubern, sondern auch ganze Häuser bauen…

Spekulatius: Ähnlich wie dem Lebkuchen ergeht es dem Spekulatius: Kaum jemand holt ihn heutzutage noch aus dem eigenen Ofen. Doch warum eigentlich? Klar, die würzigen Weihnachtsplätzchen kommen immer in aufwendigen Formen daher, die wohl kaum jemand zu Hause hat. Der Teig ist allerdings kinderleicht zubereitet und kann auch mit klassischen Plätzchenförmchen ausgestochen werden.

„Wo ist das Rezept geblieben, von den Plätzchen, die wir lieben? Wer hat das Rezept versteckt?“ Schon Rolf Zuckowski wusste, dass gute Weihnachtsplätzchen ein gutes Rezept brauchen. Daher haben wir für Deine Weihnachtsbäckerei eine Reihe an herrlichen Keksen zusammengestellt, bei denen die Weihnachtsstimmung nicht mehr lange auf sich warten lässt:

 

Worauf wartest Du noch? Jetzt wird gerührt, geknetet und gebacken. Es wäre doch gelacht, wenn die Weihnachtsplätzchen für den bunten Teller dieses Jahr aus der Tüte kommen. Trommel Deine Liebsten zusammen, denn gemeinsam macht das Plätzchenbacken gleich doppelt Spaß. Mehr Hände können auch mehr Weihnachtsplätzchen backen und mehr Plätzchen sind immer eine gute Sache.

Bildquelle: iStock/barol16