Baader (Moritz Bleibtreu) und Ensslin(Johanna Wokalek) im Baader Meinhof Komplex
Quelle: Constantin Film Verleih GmbH
Die RAF – wir alle kennen die Organisation, die in den 1970ern aktiv gewesen ist noch aus dem Schulunterricht. Aber wissen wir wirklich noch, was die Anhänger der Roten Armee Fraktion damals wollten, was sie getan haben, und was nun mit ihnen los ist? Wahrscheinlich nicht. Deswegen hat sich Bernd Eichinger wieder einmal daran gemacht, Geschichte zu verfilmen. Ob das was für uns Erdbeermädels ist?
Ganz bestimmt nicht für alle, denn wer sich den Baader Meinhof Komplex anschaut, braucht schon einiges an Vorwissen, um bei den schnellen Schnitten und vor allem dem rasanten Vorgehen des Films am Ball bleiben zu können. Denn wenn ein Regisseur versucht 10 Jahre deutsche und teilweise auch Weltgeschichte in einen kurzen Kinofilm zu packen, dann muss er sich halt beim Erzählen beeilen. Der Film beginnt langsam und idyllisch – Ulrike Meinhof genießt ihren Urlaub auf Sylt – und geht dann knallhart weiter. Kaufhäuser explodieren, Menschen werden erschossen und Bombenanschläge verübt.
Bei diesen Szenen wirkt Der Baader Meinhof Komplex ein wenig unbeholfen und irritierend. Was aber Absicht ist, wie Regisseur Uli Edel verrät: „Authentizität, nicht „Genrekino“, war für mich angesagt. […] Keine gezirkelten Kamerafahrten oder ausgefallene Kamerapositionen. Alles wurde aus der Hand gedreht, das gab den Schauspielern größtmögliche Freiheit. Die Kamera richtete sich nach ihnen, nicht umgekehrt. […] Auf CGI, also digital erzeugte, visuelle Effekte, habe ich so weit wie möglich verzichtet.“
Rudi Dutschke in der TU Berlin Quelle: Constantin Film Verleih GmbH
Auch wenn es seltsam erscheint, dass bei diversen Szenen so viel geschossen wird – alles hat seine Richtigkeit. „Wir haben uns bei der Inszenierung der Schießereien genau nach den Polizeiberichten gerichtet. […] Das sind keine Erfindungen oder Übertreibungen, es wurde so viel geschossen.“ Da zeigt der Film seinen historischen Ursprung. Denn die Schauspieler sehen den Terroristen täuschend ähnlich und auch an Originalschauplätzen wurde gedreht. Schon komisch, wenn man die 1500 Jugendlichen in der TU Berlin „Ho Chi Minh“ rufen sieht, genau dort, wo man ein paar Tage vorher noch selber hergelaufen ist.


















Der Baader Meinhof Komplex: 4 Kommentare
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von: DianaBelaB, am: 12.10.2008, 12:23h
ich fand den film sehr gut, hatte zwar nicht gleich alles Kappiert, aber mir wurde es dann sehr ausführlich erklärt da hats dann im kopf klick gemacht !!
von: Disenchanted, am: 7.10.2008, 17:36h
Wow - mehr kann ich nicht sagen. Ich war nich mehr ansprechbar als ich aus dem Kino kam, so sehr ist mir der Film, die Geschichte, die Darsteller einfach alles unter die Haut gegangen.
von: Judis, am: 2.10.2008, 14:35h
ich finds auch wichtig, dass darüber gesprochen wird. und mit so nem kinofilm spricht dann bestimmt auch mehr leute an!
von: Miri021983, am: 2.10.2008, 14:02h
ich fand den film super. man muss wirklich etwas ahnung haben, um alles zu verstehen, aber ich finds toll, dass auch über solche dinge in der deutschen geschichte was gemacht wird, und nicht immer nur über die nazi-leier!