Karl Lagerfeld eckt gerne an. Das musste erst vor wenigen Monaten auch Adele leidvoll erfahren, die Karl Lagerfeld damals in einem Interview als zu dick empfand. Nun äußerte sich der Modefürst, der selbst seit Jahren einem strengen Diätplan folgt, erneut zum Thema Gewicht und bleibt mit seinen Bemerkungen – gewollt oder ungewollt – missverständlich.
Karl Lagerfeld während der Fashion Week in Paris
Auf sein Faible für besonders dünne Models angesprochen, ging Karl Lagerfeld im Gespräch mit dem britischen Sender „Channel 4“ in die Offensive. Übergewicht sei ein weit größeres Problem als Untergewicht: „Es gibt weniger als ein Prozent anorektische (magersüchtige, Anm. d. Red.) Mädchen, aber es gibt in Frankreich – ich weiß nicht, wie das in England ist – über 30 Prozent Mädchen mit großem, großem Übergewicht. Und das ist viel gefährlicher und sehr schlecht für die Gesundheit“, wehrt sich Karl Lagerfeld.
Karl Lagerfeld: Verteidigt er Magersüchtige?
Auch die Lebensgewohnheiten in der westlichen Welt seien eine große Gefahr für das Wohlbefinden junger Mädchen, sagte Karl Lagerfeld weiter. „Dieses ganze Junk Food vor dem Fernseher heutzutage ist etwas Gefährliches für die Gesundheit eines Mädchens.“ Zudem verteidigte Karl Lagerfeld sich und seine Kollegen gegen den Vorwurf, sie würden durch solche Äußerungen und die Bevorzugung sehr dünner Model auf ihren Laufstegen die Magersucht vorantreiben. „Niemand arbeitet mit anorektischen Mädchen, das hat nichts mit Mode zu tun“, erklärt Karl Lagerfeld.
Mit seiner Aussage zur Gefährlichkeit des Übergewichts hat Karl Lagerfeld sicherlich Recht. Trotzdem bleiben Magermodels und das Bild, das jungen Mädchen durch solche Vorbilder auf den Laufstegen vermittelt wird, Probleme der Modebranche, vor denen Karl Lagerfeld nicht die Augen verschließen sollte.
Bildquelle: © Getty Images / Pascal Le Segretain























