Kool Savas präsentiert "Aura".
Die fünfte Jahreszeit bricht an - es werde Aura! So der Werbeslogan zum neuen Album von Kool Savas.
„Aura“ – was für ein hoch gegriffener und pathetischer Name, war der erste Gedanke, der uns in der Redaktion durch den Kopf schoss, als wir das neue und dritte Werk von Kool Savas vor uns auf dem Tisch liegen hatten. „Aura“ , das klingt irgendwie mystisch und unnahbar – macht aber auch auf das neugierig, was sich dahinter verbirgt oder verbergen könnte.
Ein Blick auf die Songliste von „Aura“ macht sofort klar: Hier werden keine kleinen Brötchen gebacken. Dafür sorgen Tracks wie „Der letzte meiner Gattung“, „Nichts bleibt mehr“ „King of Rap“ und natürlich der titelgebende Song „Aura“. Zusätzlich wird Kool Savas von Xavier Naidoo bei „LMS 2012“ und dem Scala Chor bei „Nichts bleibt mehr“ unterstützt.
Spätestens, wenn man auf der CD bei „Aura“ angekommen ist, wird die Intention von Kool Savas klar. Dieses Album ist ein Ausdruck seiner Liebe zum Rap, zu seiner Musik im Allgemeinen und seinem Beruf. Kool Savas macht mit „Aura“ deutlich, dass seine Flamme für die Musik immer brennen wird und nicht löschbar ist und die Liebe zu dieser Musik immer bestehen bleibt – egal, was passiert. Diese Liebe zieht sich durch das Album wie ein roter Faden und ist, wenn auch nur zwischen den Zeilen, allgegenwärtig und in jedem einzelnen Stück spürbar.
Kool Savas hat mit „Aura“ das bisher wohl persönlichste Album seiner Karriere geschaffen. Viele Stücke spiegeln persönliche Eindrücke und Erfahrungen wider. Streckenweise erscheint „Aura“ vielleicht ein wenig pathetisch, aber dennoch sehr gefühlvoll. Extrem opulent, aber trotzdem kämpferisch und überzeugend kommt „Nichts bleibt mehr“ daher. Eingeleitet wird der Song von einem auf Türkisch eingesprochenen Gedicht von Kool Savas Vater. Musikalische Unterstützung bekommt der Rapper vom Scala Chor, der dem Song ein leichtes Gefühl von Überladenheit verleiht. Wettgemacht wird dies, wie in vielen anderen seiner Songs auch, wieder durch den Text und die dadurch hervorgerufene Stimmung. Nichtsdestotrotz ist die Vermischung von harten Reimen und opulentem Chorgesang eine gelungene Kombination. Mit Stücken wie diesen dürfte Kool Savas es schaffen, nicht nur seine treuen Fans zu begeistern, sondern auch neue hinzuzugewinnen.
Und der Erfolg gibt Kool Savas aktuell auch recht: „Aura“ belegt Platz 1 der Media Control Charts. Nun thront der „King of Rap“ also an der Spitze der Charts – der größte Charterfolg seit Beginn seiner Karriere.
Bildquelle: Essah Entertainment





















