Maroon 5: Overexposed
Mit über 17 Millionen verkauften Alben, 3 Grammys, mehreren Platinauszeichnungen, zahlreichen Musikpreisen und ausverkauften Tourneen gehören Maroon 5 zweifelsohne zu den erfolgreichsten Bands unserer Zeit. Mit „Overexposed“ bringen Maroon 5 nun ihr neuestes Album auf den Markt – und wagen sich damit in mehr oder weniger neue Gefilde; weit weg von Rock und Funk.
Es ist das poppigste ihrer bisher veröffentlichten Alben – das sagen Maroon 5 selbst über ihr neuestes Werk „Overexposed“. Eingängige Popsounds mischen sich mit Klängen aus Reggae (wie bei „One more night“) und Funk (wie bei „Ladykiller“). Anders als bei ihren letzten Alben rücken letztere allerdings in den Hintergrund. Im Vordergrund bleiben auf „Overxposed“ eindeutig die poppigen Klänge. Einen ersten Eindruck auf das, was uns erwartet, hat bereits die Single „Moves like Jagger“ aus dem Vorgängeralbum „Hands all over“ vermittelt. Geschrieben von externer Feder und mit Unterstützung von Christina Aguilera, brachte uns diese Dance-Nummer unwillkürlich dazu zu tanzen. Man konnte sich dem mitreißenden Beat der Nummer kaum entziehen. Wer sich nicht sofort auf die Tanzfläche stürzte, musste zumindest mit dem Fuß zum Takt der Musik wippen. Kommerziell gesehen landeten Maroon 5 mit diesem Hit einen absoluten Kassenschlager, der dem Quintett sogar Platin einbrachte. Für Maroon 5 stand fest, dass „Moves like Jagger“ keine Eintagsfliege bleiben sollte und „Overexposed“ das wohl poppigste Album ihrer Karriere werden würde. Sie holten sich zahlreiche externe Songschreiber an Bord, die sich in der Pop-Szene bereits einen Namen gemacht haben. So liest sich die Schreiber-Liste wie das Who-is-who der Popszene: Max Martin und Shellback schreiben beispielsweise regelmäßig Songs für Pink, Taio Cruz und Britney Spears. Auch Ryan Tedder, Kopf der Band One Republic, hat ein Gastpiel auf „Overexposed“.
Maroon 5 überzeugen als Popband
Maroon 5 verabschieden sich vom Rock
Wie auch auf den vorherigen Alben steht bei „Overexposed“ die Stimme von Maroon 5-Frontmann Adam Levine im Vordergrund. Seinem unverwechselbaren Klag steht die neue, poppige Note ausgesprochen gut. Egal, ob in den etwas ruhiger anmutenden Midtempo-Nummern wie „Love somebody“ und „Beautiful goodbye“ oder Uptempo-Nummern wie „Lucky Strike“ und „Fortune Teller“, Levine hat sich in seine neue Rolle als Pop-Sänger hervorragend eingegrooved.
Was bei allem Pop ein wenig auf der Strecke bleibt, ist die Tiefe der Texte – und auch die der Beats. Maroon 5 berühren mit ihren Texten und Melodien auf „Overexposed“ wenig. Wer allerdings einfach nur ein gutes Album mit eingängigen und mitreißenden Sounds hören möchte, der ist bei Maroon 5´s „Overexposed“ gut aufgehoben. Im Sommer die Scheiben des Autos runterkurbeln und sich von fröhlichen Sounds berieseln lassen? Mit „Overexposed“ kein Problem. Sich angesichts der mangelden Sonnnenstrahlen den Sommer herbeiträumen? Auch das machen Maroon 5 mit „Overexposed“ möglich.
Für Fans von Maroon 5 ist „Overexposed“ ein Muss. Auch Fans von abwechslungsreicher Popmusik werden mit der Auswahl an Beats und Sounds auf „Overexposed“ mehr als glücklich. Wer jedoch hofft, dass Maroon 5 auch hier wieder viele Facetten von sich preisgeben, Rock mit Pop und funkigen Elementen vermischen, den müssen wir leider enttäuschen. Denn wie eingangs schon gesagt, wollten Maroon 5 das bisher poppigste Album ihrer Karriere schaffen – und das ist ihnen auch gelungen.
Bildquelle: Universal Music/Terry Richardson























Maroon 5 – Overexposed: 1 Kommentar
Maroon 5 – Overexposed wurde bereits 1 mal kommentiert. Alle Meinungen gibt's hier. Was sagst Du dazu?
von: fiffikrawallo, am: 17.07.2012, 16:49h
Coool! Ich steh total auf Maroon 5