Naomi Campbell: Aussage verschoben?
Die Aussage des Supermodels Naomi Campbell vor dem Kriegs-verbrechergericht soll angeblich verschoben werden. Die Verteidigung des Angeklagten stellte einen Antrag bei Gericht.
Die Verteidiger des ehemaligen Präsidenten von Liberia, Charles Taylor, stellten laut "OK-Magazine" einen Gerichtsantrag, dass Naomi Campbells anstehende Aussage verschoben werden soll. Das Supermodel wurde vor Gericht geladen, um eine Zeugenaussage im Kriegsverbrecherprozess gegen Charles Taylor zu machen. Der Termin vor dem Gericht in Den Haag wurde ursprünglich für Dienstag angesetzt, bei dem das Model Naomi Campbell Fragen über den ehemaligen Präsidenten beantworten soll. Das Supermodel und der ehemalige Staatschef von Liberia hatten sich in Südafrika zum Abendessen getroffen, Charles Taylor schenkte ihr daraufhin einen Diamanten.
Das Geschenk könnte möglicherweise ein so genannter Blutdiamant sein, den Charles Taylor im Gegenzug für die Waffenlieferung an Sierra Leone erhalten haben soll. Der Ex-Präsident soll so den von 1991 bis 2002 andauernden Bürgerkrieg in Sierra Leone unterstützt haben. Die Verteidigung von Charles Taylor hat nun einen Gerichtsantrag gestellt, die Zeugenaussage von Naomi Campbell zu verschieben, um mehr Zeit für die Vorbereitung ihres Kreuzverhörs zu bekommen, so das „OK-Magazin“. Vorrausichtlich wird das Gericht in Den Haag am Mittwoch eine Entscheidung über den Antrag fällen.
Naomi Campbell hatte bereits im Vorfeld der Gerichtsverhandlungen ihre Angst geäußert, eine Aussage zu machen. Sie sei in Sorge um ihre Sicherheit und fürchte die möglichen Folgen einer Zeugenaussage gegen einen der gefährlichsten Menschen der Welt. Der ehemalige liberische Staatschef Charles Taylor wird in 11 Anklagepunkten unter anderem vorgeworfen, den Bürgerkrieg in Sierra Leone angeheizt zu haben. Weitere Anklagepunkte sind Mord, Sex-Sklaverei, die Ausbildung und der Einsatz von Kindersoldaten, Terrorismus, Folter und Vergewaltigung. Der Angeklagte Charles Taylor plädiert in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig.
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