Robert Downey Jr. wird in "Marvel´s - The Avengers" wieder Iron Man
Am 26. April 2012 ist es endlich soweit: In „Marvel´s - The Avengers" vereinen sich all unsere Superhelden und kämpfen gemeinsam gegen das Böse. Allen voran Robert Downey Jr., der bereits zum dritten Mal als „Iron Man" auf der Kinoleinwand zu sehen sein wird. In einem exklusiven Interview spricht Robert Downey Jr. darüber, wie es ist, ein Superheld zu sein, über die Dreharbeiten und seine Superhelden-Kollegen.
Macht es für Sie als Schauspieler einen Unterschied, wenn Sie nicht die alleinige Hauptrolle spielen und also nicht die Kontrolle über den Film haben?
Mit der Kontrolle ist das so eine Sache. Eigentlich weiß ich nicht einmal genau, was damit in diesem Zusammenhang gemeint ist. Natürlich mag ich es, Einfluss zu haben und Hebel in Bewegung setzten zu können. Aber in den falschen Situationen und mit dem falschen Umfeld kann daraus auch Chaos entstehen. Jeder hat seine eigene Arbeitsweise, deswegen ist es natürlich etwas anderes, ob man alleine vor der Kamera steht oder mit neun oder zehn Kollegen, von denen fünf genauso große Rollen haben wie man selbst. Man kann nicht einfach mal für eine Viertelstunde innehalten und mit einem Partner die Szene proben. Das wäre all den anderen Schauspielern gegenüber unfair.
Können wir uns denn eigentlich darauf freuen, dass Sie und die Black Widow sich auch zwischenmenschlich näher kommen?
Na, das will ich doch mal hoffen!
Hat es Ihnen gefehlt, mit ‚Iron Man’-Regisseur Jon Favreau zusammenzuarbeiten?
Er ist für mich wie ein Bruder. Ich weiß nie, ob ich ohne ihn überhaupt leben kann oder ob ich ihn vielleicht doch lieber im Schlaf erwürgen will. Ihm geht es mit mir ganz genauso, da bin ich sicher. Natürlich habe ich ihn vermisst! Ich liebe diesen Kerl wie meine Familie!
Wie haben Sie sich mit den Kollegen verstanden? Gab es Streit darüber, wer am meisten Dialog hat?
So ein Quatsch! Und welcher Regisseur würde schon Schauspieler engagieren, die nichts Besseres zu tun haben, als ihre Dialogzeilen im Drehbuch zu zählen? Selbst wenn man nur drei Sätze zu sagen hat, können das doch noch immer die drei besten Sätze aller Zeiten sein.
Eine der wunderbarsten Aspekte an diesem Film ist die Tatsache, dass ich all meine Kollegen so gerne mag. Ich kenne Scarlett und bin verrückt nach ihr. Ich fühle mich fast wie ihr großer Bruder und bin mir ziemlich sicher, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten werden.
„Thor“ mochte ich sehr, auch wegen der Inszenierung von Kenneth Branagh und den Schauspielern. Aber was den Film zum Erfolg machte, war ohne Frage Chris Hemsworth. Er ist als Schauspieler wirklich das Gesamtpaket – und er ist seither sogar noch besser geworden.
Über Jeremy Renner muss ich wohl keine Worte verlieren. Dieser Mann ist ein verdammt ernsthafter Schauspieler, der sich selbst gleichzeitig aber nicht zu ernst nimmt.
Mark Ruffalo kenne ich gut, aus dem wahren Leben, aber natürlich auch von unserer Arbeit an „Zodiac“. Er ist ein unglaublicher Schauspieler und ein herzensguter Mensch!
Für Chris Evans habe ich schon lange etwas übrig. An ihm mag ich vor allem, dass er zwar einerseits dieser raue Kerl aus Boston, aber andererseits auch ein sehr sensibler Künstler ist. Und er ist erfreulich meinungsstark. Ich erinnere mich an eine bestimmte Szene, in der mit einem seiner Sätze haderte und wirklich lange daran feilte. Ich stand da in meinem Iron Man-Anzug und hatte irgendwann das Gefühl, aus diesem Ding nie wieder herauszukommen.
Sam Jackson gehört in die gleiche Kategorie wie Renner. Was kann man über ihn noch groß sagen? Jeder weiß doch längst, wie großartig er ist. Und Tom Hiddleston lerne ich gerade erst kennen, aber ich mag ihn schon jetzt.
Letztlich ist genau das das Interessanteste an unserem Ensemble: das wirklich alle so verdammt nette Menschen sind.
Glauben Sie, dass Sie noch lange Tony Stark spielen werden?
Ich habe oft genug gesehen, wie Menschen undankbar wurden gegenüber genau der Sache, die ihnen all ihre Möglichkeiten überhaupt erst eröffnet hat. So möchte ich auf keinen Fall werden. Aber gleichzeitig weiß ich leider auch nicht, wie gut ich im Vorhersagen der Zukunft bin. Nicht besonders talentiert, würde ich vermuten.
Tony ist ein verdammt gut angezogener Mann. Was erwartet uns in Sachen Mode in „Marvel’s The Avengers“?
Wenn ich mich recht erinnere, trägt Tony Stark den gesamten Film über ein T-Shirt der Band Black Sabbath!
Und wie steht es um den Iron Man-Anzug? Ist der eigentlich schwer?
Sie basteln von Film zu Film an ihm herum und verbessern ihn. Aber das ist ungefähr das Gleiche, als wenn man sagt, man verbessere ein Folterwerkzeug.
Wie haben Sie die Dreharbeiten zu „Marvel’s The Avengers“ in Erinnerung? Haben Sie sich bewusst gemacht, dass da gerade Filmgeschichte geschrieben wird?
Manchmal habe ich tatsächlich innegehalten und dachte einfach: wow! Dann habe ich mich umgeschaut, den kleinen Hemsworth beim Rumhängen beobachtet und Evans, mal ohne seine Kutte, am Catering. In solchen Momenten wurde mir immer bewusst, was das für ein toller Job ist. Denn ich versuche stets, die Dinge in dem Moment zu genießen, in dem sie sich ereignen.
Bildquelle: Walt Disney Pictures





















Robert Downey Jr.: Interview zu Marvel´s - The Avengers: 1 Kommentar
Robert Downey Jr.: Interview zu Marvel´s - The Avengers wurde bereits 1 mal kommentiert. Alle Meinungen gibt's hier. Was sagst Du dazu?
von: Froeschlein99, am: 12.04.2012, 16:44h
Total cool! Ich steh voll auf Robert Downey Jr.