The Gaslight Anthem: Handwritten
2005 in New Jersey gegründet haben The Gaslight Anthem mit „Handwritten“ bereits ihr viertes Studioalbum veröffentlicht und sich von der kleinen Punkrock-Band mit No-Name-Label zu einer etablierten Rock-Band allererster Güte entwickelt. Was jetzt noch fehlt, sind Auftritte in den ganz großen Stadien dieser Welt. Live spielen, das können sie – und haben es in der Vergangenheit auch zu genüge bewiesen. Auf den großen Festivals sind sie gern gesehene Gäste und bringen die Meute zum Toben. Nicht zuletzt, weil schon auf den letzten drei Alben von The Gaslight Anthem Rock-Hymnen zu hören sind, die zum Mitsingen und –feiern und –rocken animieren.
The Gaslight Anthem setzen auf altbewährtes
Mit einer immer weiter wachsenden Fangemeinde und großer Beliebtheit in der Indie-Rock-Szene konnten sich The Gaslight Anthem zur Produktion von „Handwritten“ endlich auch ein Majorlabel sichern. Universal hat die Jungs unter Vertrag genommen und das Ergebnis kann sich hören lassen. Allerdings sollte man The Gaslight Anthem mehr als eine Chance geben und nicht nach einmal hören schon eine Entscheidung fällen. Man kann zwar sagen, dass „Handwritten“ auch schon beim ersten Hören Spaß macht und auch hier wieder die eine oder andere Rock-Hymne vertreten ist. Doch erst beim zweiten, dritten oder vielleicht auch vierten Hören erkennt man, was „Handwritten“ wirklich zu bieten hat. Frontmann Brian Fallon trägt die Texte gewohnt heiser und leidenschaftlich vor, singt über das Leben, die Liebe und die Leidenschaft des kleinen Mannes und wird sich keinen Moment untreu.
The Gaslight Anthem mit neuem Album
Bruce Springsteen als Inspiration für Handwritten
Immer mehr werden auch Parallelen zu ihren großen Vorbildern Bruce Springsteen und The Clash deutlich, ohne dass The Gaslight Anthem vergessen, wo sie herkommen und wo ihre Wurzeln liegen. Das Album startet mit „45“ sehr eingängig, schnell und mitreißend. Das Tempo bleibt im Verlauf von „Handwritten“ überwiegend gleich – mal mehr, mal weniger impulsiv, aber immer energiegeladen. The Gaslight Anthem erfinden das Rad mit diesem Album bestimmt nicht neu, aber ihre Musik ist ehrlich und sie bleiben sich treu. Wenn Fallon loslegt, kann man fast Gänsehaut bekommen.
Wie Nick Hornby in der „weltonline“ schrieb, ist „Handwritten“ frisch und für jeden, der Rockmusik liebt hörbar. „Jeder, den je etwas frustriert hat – ein Mädchen, ein Junge, das eigene Ich (das ganz besonders) –, kann diese Musik hören und sich verstanden und voller Energie fühlen.“ Schöner kann man es eigentlich nicht sagen und diese Platte weiterempfehlen. Wir schließen uns Herrn Hornbys Meinung da an!
Bildquelle. Universal Music






















