Zara Phillips ist die Enkelin der Queen und startet dieses Wochenende bei den Olympischen Spielen im Vielseitigkeitsreiten. Die Adlige gilt als Top-Favoritin und will nach einer Verletzung, die sie schon einmal am Olympiastart hinderte, nun endlich einen Platz auf dem Siegertreppchen ergattern. Als Olympionikin reiht sie sich in die Riege vieler Adliger ein, die bereits an dem Wettkampf teilnahmen – ein enormer Druck für Zara Phillips. Wie stehen die Chancen der royalen Reiterin wirklich?
Zara Phillips wird mit ihrem Pferd "High Kingdom" bei Olympia antreten.
Zara Phillips hat sich für die Olympischen Spiele im Vielseitigkeitsreiten qualifiziert und ist damit Teil des britischen Teams. Sie wird am Wochenende um Gold kämpfen und spürt bereits die wachsende Nervosität, wie sie der Zeitschrift „Gala“ berichtet. „Ich fühle mich so geehrt, antreten zu dürfen, aber ich bin auch nervös“, erklärt die Britin. Verständlich, denn immerhin betreibt Zara Phillips den Pferdesport bereits seit Kindertagen und sieht die Olympischen Spiele wie jeder Sportler als den wichtigsten Wettkampf der Welt. Außerdem dürfte insbesondere durch ihren Promistatus eine große Last auf ihren Schultern liegen – oder etwa nicht?
Zara Phillips ist nur eine von vielen Adligen, die sich in der Geschichte der Olympischen Spiele für eine Teilnahme qualifizieren konnte. Zuletzt bestritt Kronprinz Felipe von Spanien das Turnier in Barcelona als Segler. Auch Royals wie Juan Carlos von Spanien, Fürst Albert von Monaco, Harald von Norwegen und schließlich sogar Zaras eigene Mutter, Prinzessin Anne, nahmen bereits bei Olympia teil. Leider blieben all diese Versuche erfolglos. Einzig Zaras Vater Mark konnte sich mit dem britischen Team 1972 die Goldmedaille sichern. Auch er startete genau wie seine Tochter und seine Frau als Vielseitigkeitsreiter.
Zara Phillips: Ihr Vater gewann bereits die olympische Goldmedaille.
In Anbetracht dieser royalen Vorgänger stellt sich natürlich die Frage, ob Zara Phillips sich unter besonderen Druck gesetzt fühlt - immerhin haben ihre Eltern als ehemalige Spitzensportler doch sicherlich hohe Erwartungen an sie. Die Reiterin sieht das aber ganz anders. „Sie sind meine Familie, also freue ich mich einfach nur, wenn sie mir zusehen“, so Zara Phillips gegenüber dem Magazin „Focus“. „Unter Druck gesetzt fühle ich mich nicht.“ Einzig ihr Vater könne sie momentan nicht optimal unterstützen, erzählt sie weiter. „Mein Vater trainiert das amerikanische Team, also reden wir bis nach dem Wettkampf nicht miteinander. Für ihn zählt jetzt nur der Wettkampf.“
Die 31-jährige Zara Phillips wurde in den Pferdesport hineingeboren. Sie wuchs auf dem Gestüt ihrer Eltern, Gatcombe Park in Gloucestershire, auf und lernte das Reiten bereits als kleines Kind. Bekannt als Sportlerin ist sie jedoch längst nicht nur wegen ihres Status als Lieblingsenkelin von Queen Elizabeth II: Zara Phillips konnte bereits Erfolge verzeichnen, von denen andere Sportler träumen. So war sie bereits 2004 für die Olympischen Spiele in Athen qualifiziert, konnte aber aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen. 2005 wurde sie Einzel-Europameisterin in ihrer Disziplin, um nur ein Jahr darauf die Einzel-Weltmeisterin der Vielseitigkeitsreiter in Aachen zu werden.
Trotz all dieser Erfolge ist Zara Phillips bodenständig geblieben und betont, sie wolle nicht aufgrund ihrer Herkunft anders behandelt werden als ihre Mitstreiter. Zurzeit wohnt sie mit ihren vier Teamkollegen im Olympischen Dorf in London und lehnt eine royale Sonderbehandlung entschlossen ab. Sie wolle einzig nach ihrer sportlichen Leistung beurteilt werden, erklärt die Sportlerin.
Trotz ihrer zahlreichen adligen Vorgänger ist Zara Phillips bisher die einzige Adlige, die solche beachtlichen Sporterfolge feiern konnte. Entsprechend drücken wir ihr die Daumen für Olympia!
Bildquelle: gettyimages




















