Auf den Spuren von Coco Chanel

Coco Chanel

Chanel Boutique in Paris

Paris, „Rue Cambon“ 29 bis 31 – hier befindet sich die größte Chanel Filiale, luxuriös ausgestattet und mit unzähligem Personal. In der Nummer 21 hat Coco Chanel vor genau hundert Jahren ihre erste Boutique eröffnet, um eine neue Ära der Frauen- mode einzuleiten. Sie verkaufte schlichte Hüte, die nicht im geringsten der aktuellen Mode entsprachen.

Von ihrem ursprünglichen Geschäft ist nichts mehr erhalten, denn sie zog noch während ihres Lebens in die Nummer 31 um. Begibt man sich auf den Weg, der zu ihrem Imperium führte, entdeckt man eine Lebensgeschichte voller Schicksal und Ehrgeiz, die ihresgleichen sucht.

Die Mode Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb es vor: Korsetts waren ein absolutes Muss. Während heute die Röhrenjeans als Dauertrend die Bewegungsfreiheit kaum erwähnenswert einschränkt, haben die Korsetts die Frauen vor hundert Jahren bis in die Ohnmacht getrieben, weil atmen genau so ein Luxus war, wie die bis zum Anschlag zugeschnürten und dekorierten Kleider der Französinnen. Hier kam Coco Chanel ins Spiel. Zu einer Zeit in der sich die Frauenwelt unterwürfig zur Schau stellte, wagte sie es, mit schlichtem Hut und einer Hose eine Revolution einzuleiten. Heute könnte man ähnliche Reaktionen erreichen, wenn man als Mann einen Blümchenrock tragen würde.

Doch wie startet man als junge Erwachsene eine Revolution in der tiefsten französischen Provinz, ohne Unterstützung, da die Mutter gestorben ist und der Vater einen im Stich gelassen hat?

So begann die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Coco Chanel. Das Schicksal schien es nicht gut mit ihr zu meinen, aber genau das war der Anstoß für den unerbittlichen Ehrgeiz, der sie so weit gebracht hat. Ganz alleine war dieser Aufstieg allerdings kaum zu schaffen. Mit 25 Jahren lernte sie einen einflussreichen Erben namens Etienne Balsan kennen. Er war ihre Eintrittskarte in die Welt der Reichen und Schönen mit Atemproblemen und eingeschränktem Bewegungsraum, die sie nun direkt beeinflussen konnte.

Ihre ersten Kundinnen fand sie unter den Bekannten von Balsan und lernte bald darauf, ebenfalls über ihn, ihre einzige wahre Liebe Arthur Capel kennen. Auch er gehörte zur reichen Fraktion und ermöglichte ihr bald die Eröffnung des Hutsalons in der „Rue Cambon“. Mit direktem Anschluss zur „Rue St. Honoré“, der zweitgrößten
Luxusstraße in Paris, war Chanel dem ersehnten Platz an der Sonne nun erstaunlich nahe. Schon seit kurz vor der Eröffnung lebte sie in unmittelbarer Nähe zu ihrem Geschäft in einer Suite im “Hotel Ritz”. Heute zahlt man dort für eine Nacht im “einfachsten” Zimmer 770 Euro, für eine Suite mindestens 1020 Euro. In diesem exklusiven Hotel hat sie insgesamt 30 Jahre gelebt. Bald konnte sie den Aufenthalt sogar selbst finanzieren. Nachdem Capel ihr auch noch eine Boutique in Deauville im Norden Frankreichs und in Biarritz im Süden bezahlt hat, stieg ihr Erfolg mit erstaunlicher Geschwindigkeit.


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