Christoph Schlingensief

Christoph Schlingensief wollte in seiner
Heimatstadt beerdigt werden.

Christoph Schlingensief hatte eine genaue Vorstellung davon, wie seine eigene Trauerfeier aussehen soll. Jetzt wird seine Asche im Meer verstreut.

Christoph Schlingensief wusste genau, was er sich für seine eigene Trauerfeier wünscht. Auch wenn er bis zum Ende gekämpft hat, hat der Regisseur und Aktionskünstler vor seinem Tod dafür gesorgt, dass er nun die Trauerfeier bekommt, die er sich vorgestellt hat. Deshalb soll nun Christoph Schlingensiefs Leichnam nach Oberhausen überführt werden, damit in seiner Heimatstadt die Trauerfeier stattfinden kann.

Christoph Schlingensief wollte keine konventionelle Beerdigung. Der Regisseur hatte sich gewünscht, dass seine Asche im Meer verstreut wird. Wie der zuständige Pfarrer Michael Dörnemann nun gegenüber „Focus“ bestätigt haben soll, wird Christoph Schlingensief dieser letzte Wunsch erfüllt werden. Dass der Wahlberliner nach seinem Tod in seine Heimatstadt Oberhausen zurückkehrt, war auch für den Pfarrer eine Überraschung: „Ich war selber überrascht, als ich hörte, dass Christophs Leichnam nach Oberhausen überführt wird. Da ahnte ich, dass er zu uns zurückkommen wollte. In die Heimat, nach Hause.“ Er hatte Christoph Schlingensief 2007 nach dem Tod von dessen Vater kennen gelernt.

Christoph Schlingensief ist am 21. August in Berlin gestorben. Anfang 2008 wurde bekannt, dass Schlingensief an Lungenkrebs erkrankt ist. Der Regisseur wurde nur 49 Jahre alt.

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