Dick ist schick!

Beth Ditto ist in Paris bekannt

Beth Ditto bei der Fashion Week in Paris

Susi ist überrascht: Eine dicke Sängerin macht die Fashion- und Promi-Szene unsicher!

Die Fashion Weeks – überall auf der Welt finden sie statt. Es gibt gefühlte 1000 Stück im Jahr. In Berlin, New York, Paris, London und Mailand laufen zweimal im Jahr dünne bis noch dünnere Models über die Laufstege und präsentieren die Mode der exklusivsten Designer. Gang und gäbe ist auch die Front Row jeder Fashionshow, in der – je nach Bekanntheitsgrad des Designers – Top-Promis sitzen und die Mode des jeweiligen Labels tragen. Gesehen und gesehen werden lautet die Devise. Während in Berlin noch Promis wie Eva Padberg oder Alexandra Neldel in der ersten Reihe sitzen, sind es in New York bereits Vogue-Chefin Anna Wintour oder Hotel-Erbin Paris Hilton. In Paris sind es gar Topmodels wie Kate Moss und Claudia Schiffer oder Regisseurin Sophia Coppola – und nicht zu vergessen Beth Ditto, das neue Lieblingsgirl von Karl Lagerfeld.

Wer jetzt denkt, Beth sei ein neues abgemagertes Modelchen à la Agyness Deyn, der hat sich getäuscht. Beth Ditto ist kein Model – sie ist noch nicht einmal abgemagert. Sie ist – sind wir mal komplett ehrlich – übermäßig dick! Doch gilt sie als Stilikone. Karl Lagerfeld bewundert ihr Selbstbewusstsein, sie ist die beste Freundin von Kate Moss und sitzt auf der Pariser Fashion Week in der ersten Reihe der Show von Alexander McQueen. Bewundernswert, denn Ditto könnte aufgrund ihrer Körperfülle gerade mal einen Ohrring der Edelmarke tragen.

S������¤ngerin Beth Ditto auf der Fashion Week in Paris

Beth Ditto bei Alexander McQueen

Doch wer ist Beth Ditto überhaupt? Ditto ist dick, lesbisch und gute Freundin von Mark Ronson, Kate Moss, Stella McCartney und anderen Stars. Sie wiegt 95 Kilogramm bei einer Größe von gerade mal 1,55 m – eine richtige Wuchtbrumme eben. Bekannt geworden ist die bekennende Lesbe als über die Bühne stürmende Frontfrau der Indie-Punk-Band „The Gossip“. Sie mischt mit ihrer offenen und verrückten Art nicht nur die Indie-Szene auf, sondern setzt sich in ihren Songs – der bekannteste ist wohl „Standing in the way of control“ – gegen das Verbot der Homo-Ehe ein. Sie beschreibt sich selbst als „Mischung aus Sarah Jessica Parker anno 1993, Madonna im „Cherish“-Video und dem Mülltüten-Look von Missy Elliott“. Ditto ist also anders: Sie wirbelt mit viel zu hohem BMI – Ärzte würden sie auf eine Diät setzen – viel nackter, fleischiger Haut und frechem Mundwerk durch den Modezirkus – und hinterlässt offene Münder. Es scheint, als sei sie derzeit das „Ich bin anders“-Accessoire der sonst so magersüchtigen Mode-Industrie. Kein Wunder, dass Ditto selbst eine Linie für Übergrößen entwerfen möchte. Die Modewelt ist entzückt. Vor allem Modezar Karl Lagerfeld findet sie toll. Und das von dem, der sich selbst nur von Cola light zu ernähren scheint und auf superdürre Models in seinen Shows besteht.

Meine Meinung dazu? Ich finde es schon überraschend, dass gerade die Modebranche diese Frau samt ihrer Pfunde bewundert. Aber ist das überhaupt wichtig? Laufen Models mit Dittos Gewicht über die Catwalks oder entwerfen die Designer Mode für Übergewichtige? Eine rhetorische Frage – natürlich nicht! Ditto, die sich dem maßlosen Genuss verschrieben hat, will beweisen, dass auch dicke Menschen glücklich und cool sein können. Das ist bewundernswert und macht vielen übergewichtigen Menschen – vor allem Frauen – Mut. Doch im Hinblick auf die Modebranche finde ich das Ganze ziemlich paradox! Wieso gibt es für die Welt der Mode und des Glamours denn nur das eine oder andere Extrem? Wieso entweder magersüchtig oder extrem dick? Sind denn Dittos Lebensart und vor allem ihr Übergewicht nicht eigentlich genauso schädlich wie die Magersucht der Models, die Cola light-getränkte Wattebäusche schlucken, um den Hunger zu stillen? Ein gesundes Mittelmaß wäre wünschenswert…

Eure Susi


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Was denkst du?

  • Anjachristine am 30.07.2009 um 08:57 Uhr

    Vielleicht machen die Modedesigner ja doch irgendwann mal auch tragbare Mode für die Übergewichtigen - gehöre leider auch dazu. Ich wiege sogar noch 2 Kg mehr als Beth, bin aber 1,73 groß.

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  • AstridPatricia am 19.04.2009 um 19:58 Uhr

    ich hab das zwar schonmal geschrieben, aber ich kopiers auch gerne hierher 😉 also: karl lagerfeld hat doch ständig neue musen - und eine in jeder metropole europas (mindestens) für den ist beth auch nicht so was besonderes - vermutlich ist sie ihm ziemlich egal und er redet nur mit ihr weils gerade "in" ist... nur ein gutes marketing-mittel, durch das sich aufmerksamkeit erhaschen lässt - die wird fallen gelassen wenn sich die masse an sie gewöhnt hat beth ditto ist doch nur gerade mal in - mal sehen wie lange es hält, vielleicht drei monate? - bis ein neues it-girl gefunden wird mit dem sich geld verdienen lässt (eben wies bei agyness deyn, irina lazareanu und so weiter war - mich würds wundern wenn man in zwei jahren noch ihre namen weiß). sie wurde nur so bekannt, weil sie provoziert hat - und in der modewelt ist es eben logischerweise provozierend, ziemlich fett, lesbisch UND auch noch (bzw trotzdem) glücklich zu sein

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