Dschafar aus Aladdin
Katharina Meyeram 13.06.2017

Die nächsten Jahre werden ein wahres Fest für Disney-Fans. Nach „The Jungle Book“ und „Die Schöne und das Biest“ werden viele weitere Zeichentrickklassiker sehr aufwändig und mit realen Darstellern neu verfilmt. Doch dieses Casting-Gerücht für die „Aladdin“-Neuverfilmung sorgt im Netz für erhitzte Gemüter.

Eigentlich lieben diesen Schauspieler alle. Doch als das Netz von dem bisher unbestätigten Gerücht erfuhr, dass Tom Hardy Bösewicht Dschafar verkörpern soll, gingen viele Fans trotzdem auf die Barrikaden.

Tom Hardy als Dschafar?

Ich als Dschafar? Bitte nicht!

Grund dafür ist die Tatsache, dass es sich bei dieser Besetzung ganz klar um das sogenannte Whitewashing handeln würde. Statt eines nahöstlichen Schauspielers für die Rolle des ganz klar nicht-weißen Charakters auszuwählen, bekäme mit dem Briten Tom Hardy mal wieder ein Weißer diese Chance.

Riskant für Disney?

Dabei fing das Casting für die Realverfilmung von „Aladdin“ eigentlich sehr vielversprechend an. Als im März die Suche nach Darstellern begann, suchte Disney laut einem Aufruf auf Twitter explizit nach Leuten, die „nahöstlich sind“. Was ist aus diesem Plan denn nun geworden? In dem Casting-Call ging es um die Rollen von Aladdin und Jasmin. Bisher sind beide noch nicht offiziell besetzt. Die Rolle des Dschinni soll allem Anschein nach Will Smith übernehmen. Ist also nur für die beiden jungen Hauptrollen eine arabische Besetzung geplant?

Zwar handelt es sich bei der Nachricht, dass Regisseur Guy Ritchie sich Tom Hardy für die Rolle des Dschafar wünsche, bisher nur um ein Gerücht, doch das hält Twitter-User nicht davon ab, sich über das erneute Whitewashing aufzuregen. „Der erste Song in ‚Aladdin‘ heißt ‚Arabische Nächte‘. Arabische. Und ihr wollt, dass Tom Hardy Dschafar spielt“, fragt eine Userin ungläubig. Eine andere schreibt: „Ich liebe Tom Hardy, aber ihn als Dschafar zu besetzen ist eine furchtbare Entscheidung. Kommt schon, Whitewashing ist nicht nur falsch, es funktioniert auch niemals, für keinen Film.“

Und in der Tat, erst kürzlich erlebte Hollywood einen großen Flop, den viele auf die Problematik des Whitewashing schieben. In „Ghost In The Shell“ spielt Scarlett Johansson einen eigentlich asiatischen Charakter.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Besetzung von Tom Hardy wirklich nur ein Gerücht ist und Disney sich dessen bewusst ist, dass es auch andere Schauspieler gibt als Weiße.

Bildquellen: Disney, giphy.com

Topics:

Tom Hardy


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