Fifty Shades of Grey 2
Susanne Falleram 08.02.2017

Christian Grey erwartet uns ein zweites Mal: „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ verspricht, düsterer (man denke an den Originaltitel: „Fifty Shades Darker“), spannungsgeladener und noch versexter zu werden. Ob das die Fortsetzung der berühmt-berüchtigten SM-Liebesgeschichte wirklich einhalten und an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen kann, erfährst Du hier!

Erinnern wir uns zurück: „Fifty Shades of Grey“ endete eigentlich damit, dass Anastasia Steele (Dakota Johnson) und Christian Grey (Jamie Dornan) getrennter Wege gehen. Sie, schüchternes Mädchen, gerade fertig mit dem Studium, er, gutaussehender Milliardär mit der Leidenschaft, Frauen im Bett auszupeitschen. Eine tiefgründige Beziehung aufbauen, ist für ihn nicht drin. Für sie auch nicht, Abgang Anastasia. Doch vorbei ist es zwischen den beiden noch lange nicht. Vorhang auf für Teil 2.

Video: Trailer zu „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“

Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe: „Keine Regeln, keine Bestrafungen und keine Geheimnisse mehr“

Um ihren heißen Ex-Liebhaber zu vergessen, tritt Anastasia eine neue Stelle in einem Verlag an. Doch so einfach lässt sich ein Milliardär, der gewohnt ist, alles zu bekommen, was er will, natürlich nicht abschütteln. Und so dauert es nur wenige Filmminuten, bis die beiden beim gemeinsamen Essen ihre Beziehung, oder, wie Christian es lieber beschreibt, ihre „Vertragsdetails“ neu verhandeln. Schließlich willigt Anastasia ein, ihm nochmal eine Chance zu geben, unter der Voraussetzung: „keine Regeln, keine Bestrafungen und keine Geheimnisse mehr.“ Also alles auf Neustart? Kuscheln statt Peitschen? Blümchensex statt Bondage? Ehrlichkeit statt Mysterien? Ja nee, ist klar.

Schnell holt das glücklich wiedervereinte Paar Christians Vergangenheit ein: Da wäre zum einen Elena Lincoln alias Mrs. Robinson (Kim Basinger), die Christian nicht nur entjungfert, sondern ihn auch als ihren persönlichen BDSM-Sklaven gehalten hat und Anastasia nun gegenüber steht.

Fifty Shades Darker

Mrs. Robinson und Christian Grey. Ja, das ist wirklich Kim Basinger.

Dann wäre da noch eine mysteriöse, junge Frau, die Anastasia beobachtet und sich plötzlich in ihrer Wohnung befindet. Und zu guter Letzt scheint auch Anastasias neuer Boss ein besonderes Interesse an ihr zu entwickeln… kann die Beziehung von Christian und Anastasia diese ganzen Hindernisse überwinden? Ohne zu viel spoilern zu wollen, aber mit „Twilight“ als Vorlage für die ehemalige Fanfiction dürfte jeder Kinogänger schon meilenweit riechen, wie es ausgeht. Apropos „Twilight“.

Fifty Shades Darker: Statt Tiefgang lieber vorhersehbarer Kitsch

Der Zusammenhang mit der schmalzigen Vampir-Saga um Edward und Bella ist im zweiten „Shades of Grey“-Teil nur allzu deutlich. Du hast mir weh getan? Ach, ist doch nicht so schlimm. Du wolltest nicht mit mir zusammen sein, weil Du keine ernsthaften Beziehungen führen kannst? Schnee von gestern. Generell werden alle Probleme, die sich im Charakter und Verhalten von Christian im letzten und diesen Film auftun, nach und nach über Bord geworfen. Dabei müsste der Tiefgang nicht fehlen, denn die Grundlagen für einen durchaus tiefgründigen Charakter und eine interessante Geschichte rund um Christians Vergangenheit sind gegeben. Warum ist er so geworden, warum ist er „50 Shades of fucked up“, wie er sich selbst im ersten Teil betitelt hat?

Shades of Grey 2

Warum ist Christian Grey so, wie er ist? Im neuen Kinofilm geht Anastasia dem Ganzen auf die Spur.

Anastasia will ihn verstehen. Jede einzelne Frau im Kino will ihn verstehen, vielleicht auch ein paar Männer, die mitgeschleift wurden. Christian Grey ist der ultimative Bad Boy, den es zu knacken gilt. Seine Vergangenheit ein zu enthüllendes Mysterium. Und rund zwei Stunden Spieldauer liefern genügend Zeit, um die Beweggründe für sein masochistisches Verhalten zu verstehen. Warum er niemanden an sich heranlässt und Frauen lieber peinigt.

Doch leider wird die Chance nicht zufriedenstellend genutzt. Statt psychologische Verhaltensmuster zu erklären, werden sie durch Erinnerungsfetzen, platte Enthüllungen und schnelles Abfertigen wichtiger Details abgetan bzw. nur oberflächlich angekratzt. Und das zu Gunsten altbekannter, seichter Sexspielchen und einer Extraportion zuckersüßem Kitsch, der die spannenden Charakterentwicklungen im Laufe des Films wie eine Dampfwalze immer weiter platt fährt. Und diese dann schließlich in einem Blumenmeer und mit einem Feuerwerk untergehen lässt. Wortwörtlich.

Ist „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ also wirklich düsterer, spannungsgeladener und versexter? Im Vergleich zum ersten Teil: Ja. Jeder dieser drei Aspekte wird bedient. Doch leider flaut die Begeisterung für jeden Aspekt auch so schnell wieder ab, wie sie gekommen ist. Für erwachsen gewordene Twilight-Fans ist der Film sicherlich spannend, alle anderen sollten ihre Erwartungen vielleicht nicht zu hoch stecken. Sicher kann man sich natürlich trotzdem sein: „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ wird zum Kassenschlager. Und stellt vielleicht ein Bindeglied zu einem fulminanten, dritten Teil dar.

Bildquellen: Universal Pictures


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