Die Spiele sind aus!

Die Tribute von Panem: Der Mockingjay singt wieder

Die Arena für die Hungerspiele ist zerstört, Katniss hat ihr zweites Match auf Leben und Tod mit knapper Not überstanden! Aber wie soll es nun weitergehen? Das Kapitol muss fallen, die Unterdrückung ein für alle Mal beendet werden! „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ bereitet den Zuschauer auf den entscheidenden Krieg zwischen Rebellen und Kapitol vor. Ab dem 20. November 2014 gehen die „Tribute von Panem“ endlich weiter.

Jennifer Lawrence als Katniss in Die Tribute von Panem

Katniss Everdeen wird zum Symbol für den Widerstand

Das Thema „moderne Gladiatorenkämpfe“, den zentralen Dreh- und Angelpunkt der „Tribute von Panem“-Reihe, griffen bereits andere filmische Dystopien auf. In „Running Man“ wurde zum Tode verurteilten Verbrechern die Chance eingeräumt, vor einem Publikum von Millionen Fernsehzuschauern um ihr Leben zu kämpfen. Oder „Battle Royale“, ein blutiger Beitrag aus Fernost, ließ eine ungehorsame Schulklasse auf einer Pazifikinsel gegeneinander antreten, bis nur noch einer von ihnen am Leben war. Oberste Prämisse dabei lautete immer wieder aufs Neue: Töte, um nicht selbst getötet zu werden.
Auch der fiktive Staat Panem führte in den letzten 75 Jahren auf ähnliche Art und Weise junge Auserwählte in eine riesige Arena, um die Gier der Oberschicht nach blutiger Zerstreuung zu befriedigen.

Die Tribute von Panem: Eine kurze Rückbesinnung

Ein kurzer Rückblick auf „Die Tribute von Panem“: In jedem Jahr fanden im Kapitol, dem Regierungsbezirk von Panem, die „Hungerspiele“ statt. Aus jedem der 12 umliegenden Distrikte wurde hierfür ein weiblicher und ein männlicher „Tribut“ im Teenageralter ausgelost. Die Teilnahme an der Hetzjagd war selbstverständlich nicht freiwillig, es sei denn, jemand wollte den Platz für einen der Ausgelosten einnehmen. So geschah es bei Hauptfigur Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die anstelle ihrer kleinen Schwester die schwere Bürde auf sich nahm und mit ihrem Bogen bewaffnet in den Ring stieg. Wer nun als letzter überlebte, den erwartete ein Leben in Frieden und Reichtum. Der Distrikt des Gewinners wurde daraufhin ein Jahr lang mit dringend benötigten Nahrungsmitteln versorgt, denn der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut.
Nachdem Katniss und ihrem Mitstreiter und zeitweiligem Love-Interest Peeta Mellark (Josh Hutcherson) in „Die Tribute von Panem“ und „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ bereits zweimal die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, an den „Hunger Games“ teilzunehmen, wurde am Ende des zweiten Teils die teuflische Arena zerstört und Katniss konnte gerettet werden.

Die Tribute von Panem geht weiter

Katniss und Gale wehren sich

Die Tribute von Panem: So geht’s in „Mockingjay“ weiter

Von der erstarkenden Untergrundbewegung gegen Präsident Snow und die Truppen des Kapitols wurde Katniss nun im nur scheinbar zerstörten Distrikt 13 versteckt und soll aufgrund ihrer Beliebtheit bei der Bevölkerung und ihrem Status als eiserne Kämpferin zur Galionsfigur der Widerstandsbewegung werden. Der „Mockingjay“ – der Spotttölpel – ist aber alles andere als erfreut über diese Aufgabe, die Präsidentin Coin (Julianne Moore) ihr aufbürdet. Derweil wurde der gefangen genommene Peeta zum instrumentarischen Spiegelbild von Katniss umgeformt, denn er rührt seinerseits für das Kapitol die Propagandatrommel. Ist er tatsächlich übergelaufen oder kann Katniss ihn noch retten?
Die Auseinandersetzung, die in „Die Tribute von Panem“ bisher hauptsächlich in der Arena ausgetragen wurde, weicht nun einer größeren Dimension: der Revolution gegen das totalitäre System. Um dem Kapitol unter Präsident Snow beizukommen, scheint ein offener Krieg der Rebellen gegen die diktatorisch geführten Unterdrücker unausweichlich.
Doch zunächst entwickelt sich der dritte Teil „Mockingjay Teil 1“ der „Tribute von Panem“ ganz anders, als seine Vorgänger.
Wie es mittlerweile zur (Un-)Sitte geworden ist, das Finale immens erfolgreicher Filmreihen um bekannte Literaturvorlagen auf zwei komplette Kinofilme zu splitten, konnte der Zuschauer bereits beim siebten Band von „Harry Potter“ und der letzten Romanvorlage der „Twilight“-Saga am eigenen Leib erfahren. Grundsätzlich ist das keine schlechte Idee, denn mithilfe dieser Vorgehensweise kann doch im Idealfall jede in ein solches Double-Feature involvierte Interessensgruppe daraus seine Vorteile ziehen. Der Zuschauer hat meist zu kritisieren, dass eine Verfilmung dem Umfang der Romanvorlage nicht gerecht wird. Der Produzent ist sowieso am Geld interessiert, was er mit dieser Praxis zweifelsfrei verdoppeln kann. Schauspieler und Crew können sich über längere gesicherte Arbeitsverhältnisse freuen und sogar der Autor der Buchvorlage kann sich freuen, weil sein Werk weniger Gefahr läuft, zum arg komprimierten oder fragmentierten Flickwerk zu verkommen. Was nicht bei jedem Beispiel zu diesem eben genannten Idealfall führt, funktioniert bei „Die Tribute von Panem“ auf den ersten Blick sehr zufriedenstellend (ein endgültiges Urteil ist selbstverständlich erst dann möglich, wenn die zweite Hälfte in den Kinos startet), auch wenn die erste Hälfte „Mockingjay Teil 1“ sich aufgrund dieser Teilung sehr vom Aufbau und Rhythmus der Vorgänger unterscheidet. So ist der dritte Teil von „Die Tribute von Panem“ im Gegensatz zum ersten und zweiten Teil gewissermaßen entschleunigt, denn das gedrosselte Erzähltempo aufgrund der verdoppelten Screentime führt zu tieferen Betrachtungen der Hauptfiguren und der Fokussierung auf deren Kampf mit sich selbst und ihren Überzeugungen.

Die Tribute von Panem: Mockingjay ist anders, aber gut

Hier kann Oscarpreisträgerin und Ausnahmetalent Jennifer Lawrence wieder einmal zeigen, was in ihr steckt. Da das Hauptaugenmerk in „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ auf ihrer Entwicklung liegt, trägt die Schauspielerin auch über weite Strecken mit ihrer glänzenden Darstellung die Handlung. Regisseur Francis Lawrence, der schon beim zweiten Teil der „Tribute von Panem“ auf dem Regiestuhl saß, schildert in der ersten Hälfte von „Mockingjay“ also die angespannte Lage vorm großen Showdown. Deshalb erwartet den Zuschauer hier weit weniger atemlose Action als in den ersten beiden „Die Tribute von Panem“-Filmen. Die wird wohl hauptsächlich im zweiten Teil von „Mockingjay“ zu finden sein. Aber trotzdem, oder gerade deswegen, ist diese Fortsetzung so gut. Die düstere Stimmung und die nervenzerfetzende Ruhe vor dem Sturm bereiten auf das unausweichliche Finale vor und fesseln ungemein. Hier findet zunächst alles im Verborgenen, im Untergrund statt, bevor in der zweiten Hälfte zum finalen Schlag ausgeholt wird.
Die verfallenen und trostlosen Ruinen und die unterirdischen Bunker des Distrikts 13 erinnern – mit Sicherheit nicht zufällig – an die runtergekommene und kalte Architektur im großen Bruder „1984“ oder im ähnlich gearteten „Equilibrium“. Totalitär geführte Staaten sehen eben – zumindest im Film – nicht besonders einladend aus. Daraus bezieht der dritte Teil der „Tribute von Panem“ seine bedrohliche Stimmung. Selbstverständlich sind alle bekannten Gesichter wieder mit von der Partie. Neben Liam Hemsworth, Woody Harrelson und Elizabeth Banks gibt es sogar traurigerweise eines der letzten Wiedersehen mit dem verstorbenen Philip Seymour Hoffman als Plutarch Heavensbee.

Ganz im Gegensatz zu seinen beiden stark action- und survival-orientierten Vorgängern schlägt der dritte Teil der „Tribute von Panem“ eine neue Richtung ein – und verkommt deshalb nicht einfach zum dritten Film mit identischem Inhalt, der lediglich in einigen Details variiert wurde. Im ruhigen Tempo, aber mit bedrohlicher Spannung ist die erste Hälfte von „Mockingjay“ nun das, was in den Vorgängerfilmen jeweils die erste Stunde des Films einnahm: die beißende Kritik am fiktiven politischen System des Kapitols und die emotionale Vorbereitung auf den Überlebenskampf. Der wird sicherlich im finalen Showdown ausführlich zelebriert werden. Auf das letzte Zusammentreffen zwischen Katniss Everdeen und Präsident Snow müssen Fans in aller Welt aber noch ein weiteres Jahr warten, denn „Mockingjay Teil 2“ soll voraussichtlich im November 2015 starten. Bis dahin wird „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ die Wartezeit jedoch bestens zu überbrücken wissen.

Bildquelle 1: facebook.com/TributeVonPanem
Bildquelle 2: facebook.com/TributeVonPanem

Von Torsten Felix

Topics:

Die Tribute von Panem, Jennifer Lawrence

Kommentare


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