Megaerfolg!

„Fack ju Göthe“ gibt es jetzt auch in Mexiko

Diana Heuschkelam 22.09.2016 um 16:15 Uhr

Was haben Mexikaner und Deutsche gemein? Offensichtlich eine Vorliebe für „Fack ju Göthe“. Ein Remake des Films entwickelt sich, ähnlich wie hierzulande einst das Original, zu einem absoluten Blockbuster und lässt die Kinokassen klingeln.

„No Manches Frida“ hat den drittbesten Kinostart eines mexikanischen Films in seinem Heimatland hingelegt. Allerdings können die Produzenten des Streifens den Erfolg nicht ganz für sich allein verbuchen. Oder besser gesagt: Der Löwenanteil des Erfolgsfilms kommt aus Deutschland – und von der Produktionsfirma Constantin Film. Als Remake von „Fack ju Göthe“ wäre es untertrieben zu sagen, der neue Streifen bewege sich dicht am Original. Viel mehr können Filmfans in Mexiko bei einem Eins-zu-eins-Abklatsch der Geschichte eines kriminellen Lehrers und seiner nicht allzu hellen Schüler mitfiebern.

Doch nicht nur die Handlung ist praktisch identisch, auch die Akteure selbst sehen sich teilweise zum Verwechseln ähnlich. So wird „Fack ju Göthe“-Hauptdarsteller Elyas M’Barek in „No Manches Frida“ durch Omar Chaparro ersetzt, der gut und gern als dessen Zwillingsbruder durchgehen könnte. Einen kleinen Unterschied zwischen den beiden Filmcharakteren gibt es dann aber doch: Aus dem Kleinganoven und Aushilfslehrer Zeki, wird in Mexiko Zequi. Immerhin.

Viele Pesos für Nachgemachtes

Bis jetzt spielte das „Fack ju Göthe“-Remake in Mexiko etwa 63,2 Millionen Pesos ein, was rund 2,9 Millionen Euro entspricht. Doch die Erfolgsstory wird voraussichtlich weitergehen. So kommt „No Manches Frida“ im Oktober auch in weiteren lateinamerikanischen Ländern auf die Kinoleinwände.

Manchmal ist gut geklaut einfach besser als schlecht selbst gemacht. Wir gönnen Lateinamerika den Filmspaß. Vielleicht kann sich Mexiko ja irgendwann einmal revanchieren.

Bildquelle: Getty Images/Todd Williamson

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