Bibelepos

Noah

Die Geschichte von Noah und seiner Arche kennt wohl jeder. Wer die Erzählung um die vernichtende Flut und die dramatische Rettung der Tierarten und Noahs Familie nicht mehr im Kopf hat, kann sich jetzt vor die Kinoleinwand begeben und hautnah die Apokalypse der Erde vom sicheren Kinosessel aus betrachten. Doch Vorsicht: Trotz spektakulärer Effekte und sensationellen Bilder ist die Geschichte Noahs nicht ganz bibeltreu und etwas ausgeweitet worden…

Für alle, die nicht so bibelfest sind, hier die Geschichte Noahs einmal kurz vorweg: Noah war laut dem ältesten Buch der Bibel, der Genesis, ein gottesfürchtiger Mann, der Visionen vom Untergang der Erde durch eine gewaltige Überschwemmung hatte. Diese Gedanken deutete er als Gottes Befehl, eine Arche zu bauen, um so den Fortbestand der Tiere zu wahren und seine eigene Familie vor der Sinnflut zu schützen. So weit so gut. Da Noah allerdings laut Bibel ziemlich wortkarg gewesen und ein Alter von 600 Jahren gehabt haben soll, musste die Geschichte um den Helden ein wenig abgeändert werden. Wer will schließlich 138 Minuten lang einen stummen Einsiedler sehen, der realistisch betrachtet eigentlich schon längst unter der Erde hätte liegen müssen?! Also musste sich Regisseur und Drehbuchautor Darren Aronofsky etwas einfallen lassen, um der Story ein wenig nachzuhelfen.

Noah hat viele Stars in petto

Noah lockt die Zuschauer in die Kinos

Noah weicht von seiner ursprünglichen Erzählung ab
Darren Aronofsky interpretiert die biblische Geschichte um Noah nach seiner ganz eigenen Vorstellung. Der Regisseur greift dafür unter anderem auf eine hochkarätige Starbesetzung zurück: So spielt z.B. Oscar-Preisträger Russell Crow den schwergebeutelten Noah und Anthony Hopkins ist als weiser Methusalem zu sehen. Aronofsky versetzt „Noah“ mit effektvollen Aufnahmen und neuen Figuren, die so in der Bibel nicht vorkommen. Diese Modernisierungen betreffen z.B. die Rolle der Ila, die großartig von Emma Watson gespielt wird. Noah bekommt mit ihr eine selbstbewusste Schwiegertochter zur Seite gestellt, die ihrem Schwiegervater auch schon mal die Stirn bietet und ihm auch in puncto Mut und Tapferkeit in nichts nachsteht. Dabei haben ursprünglich weder Ila noch Noahs Frau Naama (gespielt von Jennifer Connelly) in der heiligen Schrift überhaupt einen Namen.
Bereits zu Beginn des Films wird klar, dass Darren Aronofsky seiner Phantasie freien Lauf gelassen hat: Die Erde vor der Sintflut ist in seiner Interpretation der Noah-Geschichte eine Welt voller merkwürdiger Kreaturen. Diese ungewöhnlich anmutenden Fabelwesen sollen gefallene Engel darstellen, die die sündige Welt widerspiegeln und die Gott schließlich dem Untergang weiht. Noah soll schließlich dafür sorgen, dass der Tierbestand und auch seine eigene Familie gerettet wird:
Russell Crowe verleiht dabei der Rolle des Noah menschliche Züge, die in der biblischen Erzählung so nicht explizit erwähnt werden – er zweifelt an sich, stellt sein Vorhaben in Frage und ist von Ängsten getrieben. Und auch Noahs Söhne sind nicht sofort vom göttlichen Auftrag ihres Vaters überzeugt. All das lässt viele Konflikte in der Familie hochkochen und die Erzählung zu einem zwischenmenschlichem Drama werden. Im Laufe des Films werden auch immer wieder brisante Themen angesprochen wie Evolution, Religion, menschliche Selbstbestimmung und Noah stellt sich sogar als eifriger Umweltschützer heraus. Mehr als der Inhalt steht jedoch die Kraft der Bilder im Vordergrund, mit der „Noah“ aufwartet.

Noah beeindruckt mit visuellen Highlights
„Noah“ wartet mit gigantischen Specialeffects auf. Darren Aronofsky setzt bei seiner Verfilmung der Geschichte der biblischen Sintflut auf visuelle Highlights, die faszinierend und packend zugleich sind. Eindrucksvoll lässt er eine computeranimierte, lebensecht gestaltete Flutwelle gewaltig über die Welt hineinbrechen und alles mit sich reißen, was sich ihr in den Weg stellt. Das postapokalyptische Bild wird zudem an vielen Stellen durch mystische und religiöse Symbole hervorgehoben und die triste Atmosphäre wird durch die vorherrschende Dunkelheit verstärkt. Die Insel Island diente hierbei als perfekter Drehort für das Set von „Noah“: Die Vulkanlandschaft wirkt fremdartig, dunkel und urzeitlich – eine passendere Szenerie, die die Ursprünglichkeit der Erde so gekonnt in den Vordergrund stellt, hätte sich Aronofsky nicht aussuchen können.
Bild- und tongewaltig wird die Urkraft der Natur wiedergegeben und eine der ältesten Geschichten der Bibel visionär dargestellt. Teilweise erinnert der Film hier eher an ein Fantasy-Abenteuer als an ein Drama. Viele Effekte machen „Noah“ mitreißend und lassen die Geschichte imposant erscheinen. Die Bilderkraft wirkt eindrucksvoller als die gesamte Erzählung, wobei erst im letzten Drittel des Films hauptsächlich die Schauspieler in den Vordergrund rücken. Die gewaltige Arche, die anschwellende Flut, die Verwandlung der Wüste in einen Regenwald oder die im Zeitraffer geschilderte Evolution sind beeindruckende Bilderfolgen, die nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Das biblische Epos „Noah“ ist in unseren Kinos angekommen und besticht mit einer hochkarätigen Starbesetzung. Neben den Schauspielern und der ergreifenden Geschichte um die Rettung der Welt und den Zusammenhalt der kleinen Familie, stehen vor allem die eindrucksvollen Bilder und die visuellen Effekte im Vordergrund, die „Noah“ sehenswert und zu einem Highlight machen. Ohne die Bild- und Tongewalt müsste der Film aber leider einiges einbüßen. Für Freunde der computeranimierten 3D Grafik ist der Streifen definitiv sehenswert. Auch wer nicht bibelfest ist und dem Alten Testament nicht unbedingt viel abgewinnen kann, kann bei „Noah“ auf seine Kosten kommen.

Bildquelle: Noah (Film)/Facebook

Topics:

Emma Watson, Jennifer Connelly, Russell Crowe

Kommentar (1)

  • Ich interessiere mich nicht sehr für biblische Filme aber Noah werde ich mir am Karfreitag auch mal ansehen :)


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