Rogue One A Star Wars Story
Susanne Falleram 13.12.2016

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis… ein neues Abenteuer aus der Star-Wars-Welt! Mit „Rogue One: A Star Wars Story“ schlägt Disney ein weiteres Kapitel der erfolgreichen Saga rund um Raumschiffe, Droiden, Jedis, dunkle Sith-Lords und die allgegenwärtige Macht auf. Diesmal geht es jedoch nicht um die Familie Skywalker. Stattdessen wird eine unabhängige Geschichte erzählt, die aber geschickt mit einer alten, von Fans geliebten Episode verwoben ist – inklusive der Rückkehr von Darth Vader auf die Kinoleinwand. Doch kann der neue Streifen deshalb mühelos mit den Original-Filmen mithalten?

Während wir gespannt auf Star Wars VIII warten, der erst im Dezember 2017 erscheint, versüßen uns Disney und Lucasfilm die Wartezeit mit „Rogue One: A Star Wars Story“. Natürlich reagierten Fans und Kritiker mit Vorbehalt auf die Ankündigung weiterer Teile rund um die Saga. Viel zu sehr rückt der Verdacht ins Visier, dass Disney die Cash-Kuh lediglich weiter melken will, so lange es eben noch geht. Erwarten den Zuschauer deshalb nun lieblos zusammengeschriebene Bruchstückchen, wirre Erzählfragmente, die den Zauber der altehrwürdigen Episoden zu imitieren versuchen, ihn damit aber zerstören? Nichts da – zumindest nach aktuellem Stand. Bereits Star Wars VII hat bewiesen, dass es auch anders geht, dass die alte Star-Wars-Magie durchaus wieder aufleben kann. Rogue One zieht jetzt nach, jedoch auf eine eigene Art und Weise. Und das ist auch wichtig.

Trailer: Rogue One A Star Wars Story

Rogue One: Rebellen, der Todesstern und Darth Vader

Die Star-Wars-Geschichte scheint wie ein riesiges Puzzle zu sein. Stückchen für Stückchen wird die Handlung komplettiert, einige große Teile haben wir schon. Jetzt folgen kleine Bruchstücke, die das Gesamtbild ergänzen. Zu ihnen gehört die Story von Rogue One.

Der Film setzt zeitlich vor dem ersten Star-Wars-Film überhaupt an, nämlich Episode IV, „Eine neue Hoffnung“, und erzählt eine in sich abgeschlossene Story einer Gruppe Rebellen, die sich auf die gefährliche Mission macht, die Pläne für eine neue Superwaffe des galaktischen Imperiums zu stehlen: Den Todesstern. Mit ihnen wollen die Widerstandskämpfer verstehen, wie das tödliche Konstrukt funktioniert und vor allem, wie man es zerstören kann. So wird dem Zuschauer die Grundlage für das geliefert, was Luke Skywalker im späteren Verlauf der Geschichte zum Helden macht und ihn über das Imperium triumphieren lässt.

Mit von der Partie beim Diebstahl-Kommando sind unter anderem die junge Frau Jyn Erso (gespielt von der Oscar-nominierten Schauspielerin Felicity Jones), die sich seit ihrem 16. Lebensjahr allein durch die Galaxis schlägt, der Rebellenspion Cassian Andor (Diego Luna) und der charmant-witzige Droide K-2SO (Alan Tudyk). Auf ihrem Weg begegnen die Drei natürlich allerlei Sturmtrupplern und weiteren altbekannten, imperialen Streitkräften. Bis man irgendwann das dumpfe Atmen ihres größten Feindes vernimmt… Haben sie sich auf ein buchstäbliches Himmelfahrtskommando begeben?

Rogue One Darth Vader

In Rogue One treffen Star-Wars-Fans auf alte, böse Bekannte. Am gefürchtetsten: Natürlich Darth Vader.

Zwischen düsterem Kriegsfilm und respektvoller Star-Wars-Hommage

Beim Überfliegen des Plots wird deutlich: Komplett frei von der typischen Star-Wars-DNA ist auch Rogue One nicht. Gewisse Charakter-Muster wiederholen sich wie bereits bei „Das Erwachen der Macht“. Doch auch, wenn typische Erzählelemente erneut bestimmend sind (was zwar repetitiv, aber deswegen ja nicht unbedingt schlecht ist), hinterlässt Rogue One doch ein anderes Gefühl beim Schauen. Ein mulmiges Gefühl von absoluter Ernsthaftigkeit und ein Verständnis für die ständige Gefahr, welcher der Widerstand durch die Bedrohung vom Imperium ausgesetzt ist.

Es handelt sich bei Rogue One um einen bildgewaltigen Kriegsfilm, um eine Erzählung ohne Beschönigungen. Warum auch? An einem Krieg kann nichts beschönigt werden. So gibt es auch keine Loblieder und keine Verherrlichung der Jedis, die es, wie eingefleischte Star-Wars-Fans wissen, zum Handlungszeitpunkt schließlich auch nicht mehr gibt. Es wird düster, brutaler und dadurch realitätsnäher. Ob ein Krieg im Weltall oder auf diesem Planeten, die Schattenseiten sollten unzensiert bleiben, der Schrecken und das Grauen einem immer bewusst sein. Inszeniert wurde Rogue One übrigens von „Godzilla“-Regisseur Gareth Edwards, der es versteht, Monster, Ängste und kompromisslose Action lebendig werden zu lassen.

Rogue One

Cassian Andor, Jyn Erso und K-2SO, die Helden von Rogue One.

Trotz Star-Wars-Anleihen schafft es Rogue One, sich nicht zu nah am Original-Erzählstoff aufzuhalten. Mit Jyn, Cassian und K-2SO werden neue Charaktere eingeführt, für die man eine ganz eigene Sympathie entwickelt. Zwischen all den Kämpfen, Explosionen, Angriffen und Fluchten wird den Protagonisten eine gewisse Tiefe verliehen, die den Zuschauer mitfühlen lässt. Jedoch ohne, und dafür lobe ich die Macher, dass es zu irgendeinem Zeitpunkt ins Kitschige, dramaturgisch Absurde abdriftet. Und das macht „Rogue One – A Star Wars Story“ für mich definitiv zu einem Streifen, den man sich als Fan von Star Wars anschauen muss – möglichst ohne Vorurteile.

Natürlich will Disney das Franchise-Flaggschiff namens Star Wars nicht versenken. Nach dem bombastischen Erfolg von Episode VII ist die Zukunft für weitere Geschichten aus weit, weit entfernten Galaxien geebnet. Doch ist das denn wirklich so schlimm? Keineswegs. Ich zumindest werde mir Rogue One definitiv nochmal ansehen und mich auch auf die nächsten zwei geplanten „A Star Wars Story“-Filme (ja, eine weitere Trilogie erwartet uns!) freuen. Möge die Macht mit Disney sein.

Du bist der absolute Star-Wars-Fan? Beweise es in unserem ultimativen Krieg-der-Sterne-Quiz!

Bildquelle: Disney


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