Cowabunga!

Teenage Mutant Ninja Turtles: Cowabunga Reloaded!

Sie sind jung, sie sind stark und sie sind schön! Ähm, nun ja, der letzte der drei Punkte fällt vielleicht eher unter die Rubrik „persönlicher Geschmack“. Die Rede ist von vier mannshohen, mutierten Schildkröten, die im verbrechensgeplagten New York für Recht und Ordnung sorgen. Die grünen Helden erobern ab dem 16. Oktober erneut die deutschen Kinos. Dass die Jungs alles andere als grün hinter den Ohren sind, was ihre kämpferischen Fähigkeiten angeht, das beweisen sie in ihrem neuen Leinwandabenteuer „Teenage Mutant Ninja Turtles“!

Die Teenage Mutant Ninja Turtles sind kampfbereit

Die Teenage Mutant Ninja Turtles bereiten sich auf die Schlacht vor.

Vor 30 Jahren erschufen die Comiczeichner Kevin Eastman und Peter Laird die bis dato wohl ungewöhnlichsten Superhelden. Eine Gruppe von vier jungen Schildkröten, die durch die Berührung mit einem Mutagen zu menschlicher Größe heranwuchsen, fortan auf zwei Beinen liefen und die Fähigkeit entwickelten, die menschliche Sprache zu sprechen. Mit diesen Veränderungen hielten aber auch andere menschliche Eigenheiten Einzug in das Verhalten der Amphibien: ein relativ loses Mundwerk, Flausen im Kopf und eine ungesunde Vorliebe für fettige Pizza!
Was die Jungs zu Helden macht? Neben ihrem hitzigen Teenagerwesen haben sie vor allem eines: ein großes Herz. Und einen strengen Ziehvater, der ihnen in anatomischen Besonderheiten in wirklich nichts nachsteht. Die Rede ist von Splinter, der die Schildkröten in seiner endlosen Weisheit zu ordentlichen Jungs erzogen hat. Es wurde doch bereits erwähnt, dass Splinter eine ebenfalls mutierte, sprechende Ratte und Meister des Ninjutsu ist, oder? Nein? Damit wäre die Erklärung geliefert, warum es sich um kampferprobte Ninja-Turtles handelt.
„Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist also keinesfalls eine Neukreation. Die Turtles haben seit Ende der 1980er Jahre eine große Fangemeinde. Vorallem die erste Zeichtrickserie und die Kinofilme, an denen in den ausgehenden 80ern und einsetzenden 90ern kein menschliches Wesen im Zielgruppenalter vorbeikam, liefen sehr erfolgreich. Grund genug, auch die Turtles für die neue Generation runderneuert in Szene zu setzen.

Teenage Mutant Ninja Turtles – Ein illustrer Haufen schlagfertiger Fantasywesen

Die junge und ehrgeizige Reporterin April O`Neil (Megan Fox) ist von ihrer Beschäftigung als Berichterstatterin über Fitnesstrends mehr als gelangweilt. Dabei geschehen in ganz New York seit einiger Zeit mysteriöse Verbrechen, bei deren Untersuchung ihre Fähigkeiten sehr viel sinnvoller eingesetzt wären. Hinter all dem steckt der Foot-Clan, eine nebulöse Vereinigung, die April nun beginnt, auf eigene Faust zu beschatten. Während ihrer Recherchen macht sie die ganz große Entdeckung und wittert eine sensationelle Story: Die Teenage Mutant Ninja Turtles, die als geheimnisvolle Retter der Stadt New York in deren Kanalisation ein Zuhause gefunden haben. Die vier Schildkröten hören auf die bedeutungsschwangeren Namen Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo, benannt nach berühmten Künstlern des Renaissancezeitalters. Ihr Namensgeber war Meister Splinter, der mit ihnen in der Kanalisation haust und sie Zeit ihres Lebens in Martial-Arts unterrichtete. Zusammen mit ihrem Kameramann Vernon (Will Arnett) schließt sich April der Turtle-Truppe an, um gegen den Foot-Clan und deren Anführer, den tödlichen Shredder, vorzugehen.
Soweit, so gut. An der seit Jahrzehnten bekannten Grundkonstellation haben die Drehbuchschreiber zum Glück nichts geändert und alle bekannten Figuren stehen mit- oder gegeneinander bereit, um die Story zu beleben. Die ist bei einem solchen Film erwartungsgemäß natürlich eher Mittel zum Zweck, um atemberaubende Fights und witzige Situationen miteinander zu verbinden. Ansonsten ist das abgelieferte Endprodukt als überraschend gelungen zu bezeichnen und in weiten Teilen das, was der geneigte Fan der Teenage Mutant Ninja Turtles in etwa hatte erwarten können.

Die Teenage Mutant Ninja Turtles bekommen Hilfe von Vernon und April

Vernon und April helfen den Turtles.

Teenage Mutant Ninja Turtles – Helden mit frisch poliertem Panzer

Mit dem unschuldigen Charme der 20 Jahre alten Kinofilme und der Original-Trickfilmserie – dieser nostalgisch angehauchten und heute leicht angestaubten Form der Unterhaltung – weist das Remake „Teenage Mutant Ninja Turtles“ freilich keine hundertprozentige Deckungsgleichheit mehr auf. „Verständlicherweise“, wird man jetzt denken, denn in den letzten 20 Jahren haben sich Technik und Sehgewohnheiten natürlich stark verändert. Und wenn dann ein Name im Trailer auftaucht, der für bombastische, aber leider oftmals als oberflächlich kritisierte Actionblockbuster steht, dann wird klar, dass in „Teenage Mutant Ninja Turtles“ nicht mit Pizzakäse gekleckert, sondern schildkrötenmäßig geklotzt werden wird. Wenn also besagter Michael Bay („Transformers 1 – 4“, „Pearl Harbor“) als Produzent seine Finger im Spiel hat, dann kann der Zuschauer eine technisch perfekte Materialschlacht erwarten. Und das ist „Teenage Mutant Ninja Turtles“ in jeder Minute. Auch der von Michael Bay beauftragte Regisseur Jonathan Liebesman („World Invasion: Battle Los Angeles“, „Zorn der Titanen“) hat sich während seiner bisherigen Karriere weniger durch einfühlsame Dramen als durch visuelles Dauerfeuer einen Namen gemacht. Aber woraus sollte sich aufgrund dieser Tatsache nun ein Nachteil für einen Film ergeben, der über vier mutierte Riesenschildkröten berichtet, die bei ihrem Kampf gegen einen mörderischen Metallheini halb New York in Schutt und Asche legen? Richtig, niemand. „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist unterhaltsames Popcornkino auf hohem handwerklichen Niveau, das – wieder verständlicherweise – bei der nächsten Oscarverleihung höchstens in der Sparte „Visuelle Effekte“ auftauchen könnte.
Die typische, den Sehapparat streckenweise etwas arg überfordernde Kamera- und Schnittpraxis eines Michael-Bay-Vehikels darf natürlich auch in „Teenage Mutant Ninja Turtles“ nicht fehlen.
Wer überraschenderweise auch nicht mehr am Set von Michael Bay fehlte, ist die aufsässige Megan Fox, die der Regisseur vor einigen Jahren nach einer ziemlich frechen Äußerung aus seiner prestigeträchtigen „Transformers“-Reihe schmiss. Nun hatte sich Megan Fox zwischenzeitlich aber entschuldigt und durfte wieder mit von der Partie sein. Die smarte April O`Neil nimmt man ihr dann auch mehr oder weniger ab. Hübsch genug ist die rasende Reporterin natürlich allemal, um den jugendlichen Schildkrötenjungs den Kopf zu verdrehen. Und – die Ähnlichkeiten reißen nicht ab – zu guter Letzt erinnert Superschurke und Erzfeind Shredder an einen Transformer in Samuraigewand. Na wenn das mal kein enormer Zufall ist. Aber das nur am Rande. Obwohl mit recht gelungenem Ergebnis versucht wurde, die witzig spritzige Art und die Leichtigkeit der Teenage Mutant Ninja Turtles in die Neuauflage zu übernehmen, kommt der moderne Vertreter deutlich düsterer daher als seine Vorlagen. Das ist aber eine Entwicklung, die einem bestehenden Trend in Hollywood folgt und auf dem Filmsektor keine wirklich überraschende Ausnahme darstellt.

Turtle-Neulinge, die Kinounterhaltung für Augen und Ohren (und nicht mehr) suchen, werden an „Teenage Mutant Ninja Turtles“ wenig auszusetzen haben und kurzweilige Unterhaltung genießen können. Die gute Nachricht für alteingesessene Turtle-Fans ist, dass auch sie durchaus Gefallen, Spaß und genug Wiedererkennungswert an „Teenage Mutant Ninja Turtles“ finden können, um Produzent Michael Bay und Regisseur Jonathan Liebesman nicht sofort zum Teufel wünschen zu müssen. Die Frischzellenkur und vor allem die sensationellen Spezialeffekte sind einen Kinobesuch mehr als wert. Liebesman hat sich bei seinem Chef Michael Bay so viel abgeschaut (oder abschauen müssen), dass im Grunde ein typischer Bay-Film aus „Teenage Mutant Ninja Turtles“ geworden ist: Ein atemloses und vollgepacktes Fest für Augen und Ohren, ein protziges Popcorn-Kino-Erlebnis im gewohnt übergroßen Stil – nicht mehr, und nicht weniger. Denn, auf die Dauer hilft eben nur Turtle-Power!

Bildquelle 1: Twitter/TMNTMovie
Bildquelle 2: Twitter/TMNTMovie

Topics:

Megan Fox

Kommentare


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