Erst vor wenigen Stunden machten die Nazi-Äußerungen von Lars von Trier Schlagzeilen, nun kommt das: Der Regisseur ist in Cannes nicht länger erwünscht und wird zur “Persona non grata” erklärt.

Lars von Trier wurde in Cannes rausgeworfen

Lars von Trier: Seine jüngsten Aussagen wurden ihm zum Verhängnis.
In Cannes ist er nun unerwünscht

Nach seinen jüngsten Äußerungen, er sei ein Nazi, wurde der dänische Regisseur Lars von Trier von den Filmfestspielen in Cannes ausgeschlossen und gilt seither als „Persona non grata“. Am Donnerstag teilte die Leitung des Festivals mit, dass auch die Entschuldigung des Filmemachers an dieser Entscheidung nichts verändern würde. Lars von Trier bleibt unerwünscht an der Côte d`Azur. „Nicht akzeptabel, nicht tolerierbar“ seinen Lars von Triers Worte auf der Pressekonferenz. Es ist der Eklat des diesjährigen Festivals in Cannes und bisher auch beispiellos. Dabei kennt man den dänischen Regisseur bereits von früheren Auftritten als provokanten Menschen. Schon im vergangenen Jahr provozierte der Filmemacher mit seinem Werk „Der Antichrist“, damals waren seine Aussagen allerdings nicht so schockierend wie am Mittwoch.

In einem bizarren und verwirrenden Monolog antwortet Lars von Trier auf die Frage eine Reporters nach seinen deutschen Wurzeln, er habe immer geglaubt er sei ein Jude, bis er herausfand ein Nazi zu sein. Negative Höhepunkte der Pressekonferenz waren ebenfalls solche Aussagen des Regisseurs: „Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg und ich bin nicht gegen Juden. Ich bin sogar sehr für die Juden. Oder nein, so doll nun auch wieder nicht. Schließlich geht einem Israel wirklich auf die Nerven.“ Das Festival-Komitee in Cannes zog die Konsequenz und warf Lars von Trier raus. Ob sein Film „Melancholia“ mit Kristen Dunst ebenfalls aus dem Wettbewerb ausscheidet, geht aus der offiziellen Erklärung nicht hervor.

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Cannes, Kristen Dunst, Lars von Trier