Peinlich

Madonna: Insolvenz bei „Hard Candy“?

Jessica Tomalaam 20.06.2016 um 14:47 Uhr

*UPDATE*

Zwar sind viele Filialen der Fitnesskette „Hard Candy“ immer noch geschlossen, die am Freitag vergangener Woche gemeldete Insolvenz der Berliner Betreiberfirma, der Jopp AG, soll allerdings zurückgezogen werden, Das Album „Hard Candy“ von Superstar Madonna war der Namensgeber für die Fitnessstudiokette.[/caption]

Schon früher gab es kleinere Skandale

Als Superstar Madonna im Oktober 2013 nach Berlin-Dahlem kam, um das erste Fitnessstudio ihrer weltweiten Kette „Hard Candy“ in Deutschland zu eröffnen, waren die Kritiken schon niederschmetternd. Madonna sei eingebildet wie eh und je gewesen, drei Stunden zu spät zur Eröffnung gekommen, die exklusiv eingeladenen 20 Fans waren natürlich auf Abstand gehalten worden und die 25 Tänzer, die mit ihr an einem Dance-Workout teilnehmen durften, waren gecastet. Schon öfter hatte es kleinere Skandale um das Fitnessstudio gegeben, zum Beispiel als mehreren Kunden im vergangenen Jahr einfach ein Umweltbeitrag in Höhe von 49 Euro abgebucht wurde. Darüber informiert waren leider die wenigsten. Die monatlichen Preise für die Fitnessstudios, viele davon mit Pool und Sauna, waren mit Abschlüssen von besonders langen Verträgen relativ niedrig, weshalb „Hard Candy“ zunächst auch viele Interessierte anzog. Nachdem die Fitnessstudios in Berlin in der letzten Zeit immer Mal wieder wegen „Stromausfall“ geschlossen hatten, hat die Berliner Betreiberfirma, die Jopp AG, vergangenen Freitag jedoch Insolvenz angemeldet. Über die Hotline des Fitnessstudios war lange Zeit niemand zu erreichen, auch in den noch geöffneten Fitnessstudios selbst wurde an die zentrale Telefonnummer verwiesen und nichts Näheres bekannt gegeben.

Zukunft der Studios ist noch ungewiss

Während die Studios in Moskau, Mailand, Rom, Mexiko-Stadt, St. Petersburg, Sydney und Santiago von der Insolvenz unberührt bleiben, ist noch nicht klar, ob die Berliner Studios und das Studio in Fürth sowie die geplanten Studios in Köln weiterhin betrieben werden. Dem Tagesspiegel sagte der vorläufige Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Torsten Martini, dass er die Filialen retten wolle. Am heutigen Montag soll es zu einem ersten Treffen zwischen dem Insolvenzverwalter und den beiden Brüdern Jürgen und Ralf Jopp kommen.

Das hatte sich Madonna mit Sicherheit nicht so gedacht. Ob ihr Ruf davon aber nachhaltig geschädigt wird, ist eine ganz andere Sache. Schließlich ist Madonna für ihre Musik bekannt und nicht für Fitnessstudios. Betroffene Mitglieder sollten sich direkt an die Betreiber des Fitnessstudios und an die jeweilige Verbraucherzentrale wenden, um festzulegen, ob eine fristlose Kündigung sinnvoll und rechtlich wirksam wäre.

Bildquelle: Odd Andersen/AFP/Getty Images

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