Alice Sara Ott: Junge Pianistin

Alice Sara Ott: Jung und begabt

Alice Sara Ott ist seit 2008 Künstlerin bei „Deutsche Grammophon“, im Frühjahr 2009 wurde ihr erstes Album mit den zwölf Études d’exécution transcendante von Franz Liszt veröffentlicht. Ab dem 15. Januar 2010 können wir ihr zweites Album mit den Walzern von Frédéric Chopin kaufen.

Alice Sara Ott, die junge deutsch-japanische Pianistin, ist bereits in großen Konzertsälen in ganz Europa aufgetreten. Schon im zarten Alter von 3 Jahren soll sie den Wunsch bekundet haben, Konzertpianistin werden zu wollen. Ihre Mutter soll mit allen Mitteln versucht haben sie von diesem Plan abzubringen, so soll sie einen Zaun um das Klavier gebaut haben, damit die kleine Alice nicht spielen konnte. Ein Jahr später gab sie nach und Alice bekam Klavierunterricht. Im Alter von 5 Jahren bekam Alice einen Preis, dieser bestärkte sie in ihrem Vorhaben, Pianistin zu werden: “Ich war erstaunt und erfreut über die positive Reaktion des Publikums und entschied: Das wird mein Beruf.”

Mit 13 Jahren erhielt Alice Sara Ott ihre erste Auszeichnung als „Most Promising Artist“, zwei Jahre später gewann sie als jüngste Teilnehmerin beim Internationalen Klavierwettbewerb Silvio Begalli.

Chopin sagte einmal zu seinen Schülern: „Wenn die Augen weder Noten noch Tasten sehen können, wenn alles verschwindet, nur dann kann man wirklich vollkommen hören.“
Die junge Pianistin befolgt Chopins Anweisungen, denn auf die Frage worin sie die Herausforderung in Chopins Walzern sehe sagt die Künstlerin: „Chopins Musik ist kein offenes Buch, Chopin stellt seine Gefühle niemals zur Schau, immer bewahrt er seine Würde. Es ist so, als würde er sich nur eine einzige Träne gestatten – doch hinter der Maske ist er tieftraurig. Nach außen hin ist er charmant, im Grunde seines Herzens
aber melancholisch. Diese Stücke rufen bei mir weniger Bilder hervor, sondern eher Erinnerungen. Wenn ich traurig bin, spiele ich op. 64 Nr. 2 in cis-moll, das tröstet mich. Ich spiele den Walzer in der Abenddämmerung, ohne das Licht anzumachen.“

Genau diese Hingabe hört man den von ihr gespielten Walzern an. Man spürt die Hingabe am ganzen Körper, vom ersten bis zum letzten Stück des Albums. An ihrer Begabung lässt sie keine Zweifel – alles verschwindet und übrig bleibt Vollkommenheit.

Wir finden, dass „Chopin – Complete Waltzes“ ein sehr schönes Werk der klassischen Musik und für Freunde dieser durchaus zu empfehlen ist. Genau das richtige für kühle Winter – und Frühjahrstage.

Fazit : 4 von 5 Erdbeeren
Bildquelle: Deutsche Grammophon/Universal

Kommentare

1 Kommentar

  • MaraMyrial

    Habe ich live gesehen! Unglaublich! =) Sehr zu empfehlen.

    27.01.2010 um 08:42 Uhr