Julian Plenti: "Julian Plenti Is Skyscraper"

Julian Plenti: “Julian Plenti Is Skyscraper”

am 31.07.2009 um 17:08 Uhr

Paul Banks

Paul Banks aka. Julian Plenti

Interpol-Frontman Paul Banks wandelt auf Solopfaden und hat sein erstes Album Julian Plenti Is Skyscraper als sein Alter-Ego Julian Plenti veröffentlicht. Was bei Interpol nicht geht, probiert er nun solo aus.

Eigentlich kennt man Paul Banks als den geheimnisvollen Lead-Sänger der New Yorker Band Interpol. Mit grandiosen, unvergleichlichen Alben wie Turn On The Bright Lights und Antics hat sich die Band über die Indie-Szene hinaus einen Namen gemacht. Nachdem das dritte Studio-Album Our Love To Admire nicht mehr so viel versprechend war wie die Vorgänger, nahm sich die Band eine Auszeit. Doch Banks war nicht untätig. Während Band-Bassist Carlos D. einen Kurzfilm drehte, besann sich Paul auf seine Zeit vor Interpol und reaktivierte sein Alter-Ego Julian Plenti, begann sich mit Homerecording-Maschinen vertraut zu machen, bat ein paar Freunde um Hilfe und liefert nun das Ergebnis ab: Julian Plenti Is Skyscraper ist ein gelungener Mix aus bekanntem Interpol-Sound und neuen, spielerischen Ideen.

Paul Banks

Paul Banks singt eigentlich bei Interpol

Da wäre zum ersten Paul Banks unverwechselbare Stimme, zum zweiten findet man bei vielen Stücken des Albums eine ähnliche Rhythmik wie bei Interpol. Doch trotzdem versucht Banks sich an Sachen, die zum Stil der Band einfach nicht passen würden. Das Album wirkt freier, kreativer, weniger designt. Es scheint ein Ventil zu sein. Ein Ventil, um endlich mal Druck abzulassen bzw. einmal nicht unter Druck eine Platte auf zu nehmen, von der erwartet wird, genauso toll, außergewöhnlich und hingebungsvoll zu sein, wie der Vorgänger.

So erzählt Plenti auf …Is Skyscraper von verzwickten zwischenmenschlichen Beziehungen, arbeitet sich durch Gefühlsebenen von traurig bis himmelhochjauchzend. Paul Banks alias Julian Plenti ist zwar nicht DER große Wurf gelungen – Julian Plenti Is Skyscraper ist streckenweise leicht unspektakulär – doch macht es Spaß, die Platte zu hören.

Fazit: 3,5 von 5 Erdbeeren

Bildquelle: Domino/Indigo


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