Plattenkritik

Tocotronic: Schall und Wahn

am 26.01.2010 um 13:44 Uhr

Tocotronics neues Album Schall und Wahn

Tocotronic: Schall und Wahn

Tocotronic: Musikmagazine loben ihre Werke in den Himmel, sie gelten nach wie vor als intellektuellste Band Deutschlands und auch ihr neues Album “Schall und Wahn” schlägt in Kritikerkreisen ein wie eine Bombe: Von “großartig” ist die Rede. Grund genug uns die Band und natürlich auch das Album mal genauer anzuschauen.

Was macht Tocotronic aus? Ihre intellektuellen, manchmal absolut unverständlichen Texte? Ihr Aussehen? Ihre zurückhaltende Art oder einfach nur ein Mix aus allem? Als sich Dirk von Lowtzow, Arne Zank und Jan Müller Anfang der 1990er zusammentaten, war schnell klar, dass diese Band keine Eintagsfliege ist, sondern was zu sagen hat. Gekleidet in bunte Trainingsjacken, die sie nach eigener Aussage während tiefgehender Recherchen erstanden haben, und mit dem obligatorischen Seitenscheitel, den sie unter uns gesagt immer noch tragen, wurden sie schnell zu Stilvorbildern einer bestimmten Generation Jugendlicher. Ihre Texte waren politisch angehaucht, sloganartig und die Musik einfach, aber ausdrucksstark. Ihr erstes Album „Digital ist besser“ erschien 1995 und versprach nur Gutes – der Begriff „Hamburger Schule“ wurde durch niemand anderes so geprägt wie durch Tocotronic. Von Album zu Album veränderte sich der Stil der Band – sie wurden erwachsener, die Texte bildhafter (vgl. „This Boy is Tocotronic“ vom Album Tocotronic), die Musik nicht mehr ganz so rockig und ein viertes Bandmitglied (Rick McPhail) kam hinzu. Mittlerweile ist die Band bei ihrem neunten Studioalbum angelangt und man mag es nicht glauben: „Schall und Wahn“ toppt sogar noch den Vorgänger „Kapitualation“.

Kommentar (1)

  • KleinesKaeguru am 03.02.2010 um 14:11 Uhr

    oh ja die sind echt cool^^