Präsident Obama bekommt den Friedensnobelpreis

Friedensnobelpreis

Präsident Obama bekommt den Friedensnobelpreis

am 11.12.2009 um 16:00 Uhr

Friedensnobelpreis für Barack Obama.

Barack Obama wird der Friedensnobelpreis
verliehen.

Dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama wurde gestern der Friedensnobelpreis verliehen. Obama zeigte sich geehrt, aber sah der Zukunft auch realistisch entgegen.

Schon immer hat die ehrenvolle Auszeichnung zu weltweiten Diskussionen geführt, so auch in diesem Jahr. Friedensnobelpreisträger in diesem Jahr ist der amerikanische Präsident Barack Obama. Die Entscheidung des Nobelkomitees hatte schon bei der Nominierung Obamas zu einigen kritischen Diskussionen geführt. Doch trotz aller Gegenstimmen wurde dem amtierenden US-Präsident der Nobelpreis am gestrigen Tag verliehen. Obamas Vision, eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen, und seine Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit der Völker untereinander zu stärken, sind einige der Gründe die das Komitee anführte, um seine Wahl zu begründen. Obamas Engagement für eine atomfreie Welt bewies der Präsident in seinen Gesprächen und Anstrengungen gegenüber den Atommächten Nordkorea und Iran. Der amerikanische Präsident betonte in seiner Dankesrede, dass es momentan notwendig und gerechtfertigt sei, Krieg zu führen. Man dürfe nicht verdrängen, dass es Gewalt in dieser Welt gäbe und man müsse die harte Wahrheit akzeptieren. Damit bezog sich der Präsident auf die Entsendung weiterer 30.000 Soldaten nach Afghanistan, die er gerade veranlasst hatte. „Das Böse existiert in der Welt“, so der Präsident und sei man in die Position geraten, sich gegen dieses Böse zur Wehr setzen zu müssen, dann müsse man zu diesen leidlich gewalttätigen Mitteln greifen. „Ich sehe die Welt wie sie ist.“ erklärte Obama, doch dies würde nichts daran ändern, dass jeder Krieg mit einer „humanitären Tragödie“ verbunden sei. Der Unterschied zwischen bewaffneter Selbstverteidigung und angreifender Gewalt sei es, das sich die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten an humanitäre Regeln halten und sich gewissen moralischen Regeln und Verhaltensnormen verantwortet wissen. Daher habe er auch nach seinem Amtseintritt das Gefangenenlager Guantanamo geschlossen und Folter verboten.

Die Kritik am Nobelkomitee, den US-Präsident mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, begründen große Teile der Medien und Gegner des Präsidenten damit, dass die bisherigen Leistungen des Präsidenten einen Friedenpreis nicht verdienen. Er sei kein Präsident, der den Frieden herbeiführe, sondern weitere Gewalt verantworte. Dabei gilt es jedoch zu bedenken, das sich Präsident Obama keineswegs selbst als Preisträger vorgeschlagen hat, sondern dem Komitee vorgeschlagen wurde. Darüber hinaus zeigte sich der Präsident der Auszeichnung gegenüber zwar überaus dankbar, doch sah er seine Auszeichnung durchaus kritisch. Er sei sich darüber im Klaren, dass es Würdigere Preisträger gäbe, und dass er nicht in einer Kategorie mit Mutter Theresa und Nelson Mandela zu sehen sei. Diese Auszeichnung setzt in den amerikanischen Präsidenten eine Hoffnung, die so hingebungsvoll sie auch gemeint sein mag, Erwartungen benennt, die über das Ermessen eines einzigen Politikers, so mächtig er auch sei, eindeutig hinaus geht.

11.12.2009; 16:00 Uhr

Bildquelle:gettyimages


Kommentar (1)

  • Elementarteil am 28.12.2009 um 20:18 Uhr

    ja anscheinend ja schon