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Charlize Theron ist wohl die einzige Oscar-Preisträgerin, die auf einer verlassenen Farm in Südafrika geboren wurde. Als Kind dürfte sie ein richtiges Bauernmädel gewesen sein, denn sie unterstützte ihre Eltern gerne bei der schweißtreibenden Landwirtschaft. Hollywood lag zu dieser Zeit noch abertausende Kilometer von ihr entfernt, doch schon die kleine Charlize Theron konnte sich sehr für amerikanische Filme begeistern. Da die nächstgelegene Videothek in der afrikanischen Steppe nicht mehr als 20 Filme hatte, sah sie sich immer wieder die gleichen Streifen an und erklärte Tom Hanks zu ihrem absoluten Lieblingsschauspieler. Nachdem sie auf einem Internat den Schulabschluss in der Tasche hatte, nahm sie mit 16 Jahren aus Spaß an einem Modelwettbewerb teil. Sie war selbst überrascht dort den ersten Preis zu gewinnen und hatte auf einmal einen Modelvertrag in Mailand in der Tasche.

Ohne einen wirklichen Plan B zu haben, wurde Charlize Theron von ihrer Mutter Gerda (der Name verrät die deutsche Abstammung) überredet, doch in Los Angeles einen Schauspielkurs zu belegen. Das war allerdings leichter gesagt als getan, denn kaum in Hollywood angekommen, hatte Charlize Theron große finanzielle Sorgen. In einer Bank konnte sie ihr Temperament nicht zügeln und legte sich mit einer Angestellten an, die ihren Scheck nicht einlösen wollte. Auf dieses Rumgeschreie wurde ein Schauspiel-Agent aufmerksam, der sich zufälligerweise in der Schlange hinter der ausgerasteten Blondine befand. So will es zumindest die Legende. Charlize wurde von ihm unter Vertrag genommen und die Karriere ließ nicht lange auf sich warten. In ihren Rollen als die schöne Frau an der Seite sämtlicher Hollywoodstars spielte sie sich in die Herzen der Zuschauer. Im Film war sie Ehefrau von Johnny Depp und Keanu Reeves, stand an der Seite von Al Pacino und Toby Maguire. Ob Thriller, Drama oder Actionkomödie: Die attraktive Charlize konnte durch ihre Wandelbarkeit schnell das Lob der Kritiker für sich gewinnen.

2003 bekam Charlize Theron eine Rolle, die ihr Leben verändern sollte. Sie verkörperte in „Monster“ die Prostituierte Aileen Wuornos, der ersten weibliche Serienmörderin Amerikas. Für diese, auf wahrenden Tatsachen beruhende, Biographie ließ sich die hübsche Charlize Theron äußerlich entstellen. Sie legte 15 Kilo zu und überzeugte Jurys sämtlicher Filmpreise mit der herausfordernden Darstellung einer psychisch kranken Frau. Diese Mühen wurden ihr unter anderem mit einem Oscar und einem Golden Globe Award belohnt. 2005 durfte sie dann auch ihren eigenen Stern auf dem berühmten Hollywood „Walk auf Fame“ einweihen. Seitdem schafft Charlize Theron den Spagat zwischen Rollen des Mainstream-Familienkinos wie 2008 in „Hancock“, und anspruchsvollen Charakterdarstellungen. Die Südafrikanerin sagt selbst, dass sie Schwächen und Brüche in einer Figur besonders reizen: „Ich habe Mütter gespielt, die Kinder vernachlässigen, manisch-depressive Alkoholikerinnen, Frauen, die schwere Fehler im Leben gemacht haben“.

Gut, dass Charlize Theron diese Probleme nur im Film hat. Privat ist sie nämlich seit 2002 glücklich mit dem irischen Schauspieler Stuart Townsend liiert, und macht nie durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam.