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Alle kennen es und keiner gibt zu, es gelesen zu haben: „Shades of Grey“ ist die skandalöse Roman-Trilogie von Autorin E.L. James, die aktuell einen Welterfolg feiert. Rund 70 Millionen Mal verkaufte sich der erste Teil der auch verfilmt wurde. Die erotische und sadomasochistische Beziehung zwischen dem charismatischen Millliardär Christian Grey und der schüchternen Studentin Anastasia Steele zieht Millionen Fans in den Bann und lockt massenweise Publikum in die Buchhandlungen und Kinosäle.

Shades of Grey: Darum geht es

In „Shades of Grey“ kommt der Leser in den Genuss einer Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung lernt die 21-jährige Studentin Anastasia Steele den sechs Jahre älteren Unternehmer und Milliardär Christian Grey kennen. Steele verfällt ihm sofort und lässt sich von ihm in die Welt der Fesselspiele, Bondage und Sadomasochismus-Spielchen entführen. Während die devote Studentin dem charismatischen Mr. Grey vollkommen verfällt, beginnt auch dieser, der in seiner Kindheit von Verwahrlosung und Gewalt zutiefst geprägt wurde, Gefühle für Anastasia zu entwickeln. Besonders heiß: Das sogenannte „Spielzimmer“, in dem Christian Grey seine gesamte SM-Spielzeugsammlung hortet. Wer bei „Shades of Grey“ also nach einer unschuldigen, leichten Romanze sucht, ist bei dieser Trilogie an der falschen Adresse.

Shades of Grey wird zum internationalen Bestseller

Ursprünglich veröffentlichte die Autorin E.L. James „Shades of Grey“ als Ebook, dann als Taschenbuch. Völlig unerwartet wurde „Shades of Grey“ im Jahr 2011 zum Bestseller in zahlreichen Ländern. Allein in Deutschland verkaufte sich die Erotik-Trilogie über 5,7 Millionen Mal, weltweit sogar mehr als 70 Millionen Mal. Trotz negativer Kritik gilt der erste „Shades of Grey“-Roman als das am schnellsten verkaufte Taschenbuch des Vereintigten Königreichs – damit überholt die Erotikroman-Saga die beliebten „HarryPotter“-Bücher von Joanne K. Rowling! Der Impakt der „Shades of Grey“-Saga auf das Publikum war sogar so massiv, dass das „Time“-Magazin E.L. James im Jahr 2012 zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt erklärte.

Shades of Grey: die Autorin

Nicht jedem drüfte bekannt sein, dass „Shades of Grey“ im Grunde auf Twilight“ basiert, doch als leidenschaftlicher „Twilight“-Fan ließ sich E.L. James von der romantischen Vampirsaga zu ihrem erotischen Bestseller inspirieren. Tatsächlich entstammt die Idee für „Shades of Grey“ nämlich einer ihrer Fantasien von den „Twilight“-Protagonisten Edward und Bella. Sie schrieb eine Fanfiction für den Vampir und seine Liebste, die sie unter dem Namen „The Master of Universe“ auf unterschiedlichen Fanfiction-Webseiten veröffentlichte. Nachdem ihre Beschreibung der BDSM-Praktiken von anderen Usern kritisiert wurde, schrieb E.L. James zwei Forstetzungen und veröffentlichte sie auf ihrer eigenen Webseite „FiftyShades.com“. Die Namen der Protagonisten änderte sie schließlich in Christian Grey und Anastasia Steele, löschte „FiftyShades.com“ und publizierte ihr Buch. Für E. L. James erfanden die amerikanischen Journalisten den Begriff „Mommy Porn“, was in etwa die „Fantasie-Exzesse von Frauen für Frauen“ bezeichnet.

Shades of Grey in der Kritik

Trotz des riesigen Erfolges findet „Shades of Grey“ wenig bis gar keinen Anklang bei Kritikern, insbesondere in der deutschen Presse. E.L. James, die in ihren Büchern kein Blatt vor den Mund nimmt, habe angeblich weder sprachlichen Tiefgang noch literarischen Anspruch. Hier ein Beispiel aus dem Buch: „Mein Unterbewusstsein fächert sich hektisch Luft zu, während meine innere Göttin in einem lustvollen Rhythmus vor Erregung zu zucken beginnt.“ Gerade diese einzigartige Ausdrucksweise ist es aber, die reihenweise Fans in den Bann zieht. In Amerika starteten empörte Bürger eine Petition mit dem Ziel zu verbieten, „Shades of Grey“ auf der Leinwand zu verbieten – ohne Erfolg.

Shades of Grey kommt auf die große Leinwand

Im März 2012 sicherte sich Universal Pictures die Rechte für die „Shades of Grey“-Trilogie. Drei Monate später verkündete das Produktionsstudio Smash Pictures, aus der Trilogie die Porno-Adaption „Fifty Shades of Grey: A XXX Adaptation“ drehen zu wollen. Der Film sollte am 10. Januar 2013 erscheinen, doch im November 2012 reichte Universal Pictures Klage wegen Urheberrechtverletzung gegen Smash Pictures ein. Für die Kinoversion von „Shades of Grey“ begannen die Dreharbeiten im Jahr 2013. In Rolle des attraktiven Christian Grey schlüpft Jamie Dornan, während Anastasia Steele von Dakota Johnson verkörpert wird. Zwar kommt der Film in Sachen Sex wahrscheinlich nicht an die vor einigen Jahren geplante Porno-Adaption heran, immerhin bestehen aber beeindruckende 20 von 100 Minuten des Filmmaterials aus Sexszenen.

Egal was Kritiker dieser Welt behaupten, die Zahlen sprechen für sich: „Shades of Grey“ ist eine der erfolgreichsten Buchreihen der Welt und ein absolutes Erotik-Highlight. Wär hätte gedacht, dass so ein Hit aus einer erotischen Fan-Fiction über die „Twilight“-Figuren Edward und Bella entsprungen ist?