Auf nach Malmö!

Cascada darf zum ESC!

Die Band Cascada kann aufatmen: Ihr Song „Glorious“ ist kein Plagiat und somit darf Cascada beim ESC in Malmö für Deutschland an den Start gehen.

Erst kam die Freude, dann der Schock: Nachdem Cascada beim Vorentscheid für den diesjährigen ESC gewann, hatte die Band mit bitteren Vorwürfen zu kämpfen. Der Song „Glorious“ soll eine Kopie des ESC-Siegersongs des letzten Jahres sein, hieß es. Jetzt wurde entschieden: „Glorious“ ist kein Plagiat von „Euphoria“ und Cascada darf zum Eurovision Song Contest nach Malmö.

Cascada-Sängerin

Cascada darf beim ESC in Malmö antreten.

Aufgrund der Vorwürfe gegen Cascada, die nach dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest laut wurden, schaltete der NDR laut „OK!“ Musikgutachter Matthias Pogoda ein, der als Sachverständiger für Plagiatfragen zuständig ist. Pogada prüfte, ob es sich bei „Glorious“ von Cascada um ein Plagiat von Loorens ESC-Hit „Euphoria“ handelt und gab Entwarnung: Der Song ist keine Kopie und wird beim ESC starten.

Cascada: „Glorious“ ist definitiv kein Plagiat

„Es lässt sich zusammenfassen, dass “Glorious” und “Euphoria” keine urheberrechtlich bedeutsamen Übereinstimmungen aufweisen“, erklärt Musikgutachter Matthias Pogoda über den Song von Cascada. „Sie sind lediglich stilistisch ähnlich und zeigen nur im Arrangement eine oberflächliche Berührung ohne urheberrechtlichen Belang.“ Somit kann Cascada aufatmen und beim ESC in Malmö alles geben, denn die Songs von Cascada und Loreen sollen laut dem Gutachten „keine auffälligen Ähnlichkeiten“ besitzen. Bei einem Plagiat müssten hingegen „[…] detaillierte Übereinstimmungen einer längeren Begleitpassage vorliegen und weitere Arrangementbestandteile passgenau übereinstimmen“, heißt es weiter. Der Unterhaltungskoordinator der ARD, Thomas Schreiber ergänzt: „In seinem Gutachten hat Matthias Pogoda festgestellt, dass beide Songs sich in wesentlichen Punkten unterscheiden. Auch die Geschäftsführung des `Euphoria`-Musikverlages `peermusic` kennt das Gutachten und wünscht dem deutschen Beitrag Cascada viel Glück.”

Wir drücken Cascada für die Teilnahme beim „Eurovision Song Contest“ die Daumen und hoffen, dass die heftige Kritik keine Auswirkungen auf die Platzierung von Cascada beim ESC in Malmö haben wird.

Bildquelle: gettyimages / Christopher Polk

Topics:

Cascada, Eurovision Song Contest

Kommentare (6)

  • Es gleicht dem damaligen Siegersong einfach viel zu sehr und das wird auch den anderen Ländern auffallen. Etwas neues hätte es sein müssen und nichts ähnliches. Eigentlich war jeder Siegersong immer weider ein kompletter Unterschied zu den vorrigen Siegersongs. Mal schauen ob sie da noch eine Chance hat

  • Nach der Negativpresse könnte es schwer werden, aber Fakt ist auch, dass sich erfolgreiche Popmusik in den Grund- und Stilelementen immer (mehr) gleicht, sogar schon in einer wissenschaftlichen Studie von Joan Serrà belegt.

  • glaub nich das sie eine chance auf den sieg hat

  • Mal sehen, wie Cascada beim ESC abschneidet. Die ganze Kritik wird das Egebnis bestimmt beeinflussen.

  • Glück gehabt! Aber ich gehe mal stark davon aus, dass "Glorious" nicht das einzige Lied im Wettbewerb sein wird, dass dem Vorjahressieger ähnelt.

  • Cascada sieht nett aus, kann auch singen, aber ich denke trotzdem, dass auch andere Länder denken werden, dass das Lied nur ein Abklatsch des letzten Siegertitels ist. Er klingt einfach viel zu ähnlich! Jedes Jahr wird man generell mit einem anderen Art Lied überrascht, was den Titel gewinnt; da man nun ein Jahr lang überall "Euphoria" gehört hat, wäre es an der Zeit gewesen, etwas Neues zu gestalten. Die stilistischen Merkmale sind einfach zu eindeutig. Vielleicht hilft der Rummel, der nun vor der Wahl um Cascada gemacht wurde, dass das Lied nicht auf dem letzten Platz landet. Andere Länder haben jedes Jahr auch immer wieder etwas Neues in ihrem Liederauswahl, das hätte Deutschland auch tun sollen.


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