TV-Comeback?

Gerüchte um neue Stefan Raab ESC-Castingshow

Katharina Meyeram 14.09.2016 um 15:46 Uhr

Vor einem Jahren kehrte Kultmoderator Stefan Raab dem Fernsehen den Rücken. Nun kamen Gerüchte auf, dass er doch wieder zurückkommen könnte – zumindest als Produzent. Soll Stefan Raab den „Eurovision Song Contest“ für Deutschland retten? 

Nach dem enttäuschenden letzten Platz von Jamie-Lee und ihrem Song „Ghost“ in diesem Jahr, soll es nun einige Veränderungen um den ESC-Vorentscheid geben. Wie einige Quellen, unter anderem Meedia berichtete, sei Altmeister Stefan Raab, der sowohl selbst beim „Eurovision Song Contest“ antrat, als auch Songs für den Wettbewerb schrieb und Castings durchführte, von Produzentenseite her für das neue Format verantwortlich. Dies wurde nun allerdings seitens seines Mangements dementiert. Stefan Raab habe mit der Castingshow weder vor noch hinter der Kamera etwas zu tun.

Die Produktion der Castingshow „Eurovision Song Contest – Unser Song 2017“ übernimmt die Firma Raab TV, die früher einmal Stefan Raab gehörte, inzwischen jedoch eine Tochterfirma von Brainpool TV ist, an der der ehemalige „TV Total“-Moderator lediglich Gesellschaftsanteile hält. Raab TV war bereits in den vergangenen Jahren für den ESC-Vorentscheid verantwortlich.

Neues Konzept

Die Findung des deutschen Kandidaten für Kiew soll nun dennoch umgekrempelt werden. In einem ersten Schritt können sich Musiker beim NDR für die Teilnahme am Auswahlverfahren bewerben. Aus ihnen wählen der NDR, weitere ARD-Sender, die Produktionsfirma Raab TV und Musikexperten 30 Kandidaten, die zu einem weiteren Casting eingeladen werden. Die besten fünf treten schließlich beim ESC-Vorentscheid an. Wie schon in den vergangenen Jahren wird dieser von Barbara Schöneberger moderiert und findet am 9. Februar 2017 in Köln statt.

Ein Song, viele Sänger

Dort geht es dann ums Ganze: Vor einer hochkarätigen Jury, die aus Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen besteht, werden die Vorentscheidfinalisten alle denselben Song präsentieren, welcher von internationalen Komponisten eigens für den ESC 2017 geschrieben wurde. Das Lied scheint also schon im Vorhinein festzustehen. Und damit der „Eurovision Song Contest“ im kommenden Jahr nicht wieder so ein Reinfall wird wie 2016, sollen auch andere Länder mitvoten dürfen – quasi als erster Stimmungstest. Dazu wird die Show live im Netz übertragen, Fans aus dem Ausland können über eine ESC-App entscheiden. Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung, kommentiert das neue Auswahlkonzept folgendermaßen: „Zurück zu den Wurzeln der erfolgreichen Castingshow à la ‚Unser Star für Oslo‘, Konzentration auf wenige starke Songs und Kandidaten an einem langen Fernsehabend, dazu glaubwürdige und überzeugende Jurymitglieder – das ist ‚Unser Song 2017′.“

Richtigstellung (15.09.2016):

In einer früheren Version dieses Textes wurde der Eindruck erweckt, dass Stefan Raab eine aktive Rolle als Produzent in der Herstellung der neuen Show übernehmen würde. Dem widerspricht die Produktionsfirma und sein Management.

Bildquelle: Getty Images/ Ralf Juergens

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