Falschaussage

Gina-Lisa Lohfink: Zusammenbruch vor Gericht

Daniel Schmidtam 02.06.2016 um 12:00 Uhr

TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink soll bei Gericht zusammengebrochen sein. Die 29-Jährige muss sich im Moment in Berlin wegen des Vorwurfs der falschen Verdächtigung verantworten. Gegen den ursprünglichen Strafbefehl, laut dem sie eine hohe Geldstrafe hätte zahlen müssen hatte ihr Anwalt Einspruch eingelegt. 

Gina Lisa Prozess

Gina-Lisa Lohfink leidet unter den Strapazen der Gerichtsverhandlung

Gestern begann am Berliner Amtsgericht der Prozess gegen Gina-Lisa Lohfink. Am Ende des Prozesstages ist das selbsternannte It-Girl offenbar zusammengebrochen. Einige junge Männer hatten wohl heimlich Filmaufnahmen mit ihren Handys von der Blondine gemacht, und sie dann auf dem Gang vor dem Gerichtssaal auf die übelste Weise beschimpft. Zu viel für die Wahl-Frankfurterin, die unter Tränen zusammenbrach und anschließend von einer Krankenschwester behandelt werden musste. Das Gericht vertagte die Verhandlung, die jetzt erst am 27. Juni wieder aufgenommen wird. Gina-Lisa Lohfink muss befürchten, zu einer hohen Geldstrafe verurteilt zu werden, sollte sie der falschen Verdächtigung für schuldig befunden werden.

Gina-Lisa sollte 24.000 Euro Strafe zahlen

Nachdem 2012 Aufnahmen aufgetaucht waren, auf denen Gina-Lisa beim Sex mit zwei Männern zu sehen war, hatte sie Anzeige gegen die Männer erstattet. Jedoch konnte den Beschuldigten die vorgeworfene Tat, die Ex-„GNTM“-Kandidatin mit K.O.-Tropfen betäubt und dann zum Sex gezwungen zu haben, nicht nachgewiesen werden. Infolgedessen hatte sie einen Strafbefehl erhalten, der sie wegen falscher Verdächtigung zu einer Strafzahlung von 24.000 Euro aufforderte. Da ihr Anwalt Einspruch einlegte, muss nun in Berlin vor Gericht verhandelt werden.

Besonders spannend ist der Prozessausgang schon alleine darum, weil viele Frauen auf der ganzen Welt, darunter auch große Stars wie die Sängerin Kesha, immer wieder Schwierigkeiten haben, mit gegen sie verübten Sexualverbrechen ernst genommen zu werden. Sollte Gina-Lisa Lohfink die Vorwürfe wirklich erfunden haben, wäre das ein echter Schlag ins Gesicht für die vielen Opfer tragischer sexueller Übergriffe, die aus Angst verspottet zu werden die Vorfälle nicht melden oder vor Gericht nicht durchbekommen. Gina-Lisa selbst sieht sich nach wie als Opfer, das nun künstlich zum Täter gemacht werde. Gegenüber dem „Sat.1“-Frühstücksfernsehen sagte sie im Zusammenhang mit dem laufenden Prozess:

„Entweder liebt man mich oder hasst man mich, aber ich würde nie irgendeinen Mist erzählen. Die Männer können mit den Frauen machen, was sie wollen und sind dann sogar cool und Helden. Frauen sind immer gleich ‘Bitches’. Haben wir Frauen denn keine Rechte mehr? Es ist erschreckend und traurig.“

Sollte die Verhandlung wie geplant am 29. Juni weitergeführt werden können, ist auch bald mit einem Urteil in einer Sache zu rechnen, die sich seit inzwischen vier Jahren hinzieht.

Bildquelle: GettyImages: Sascha Steinbach

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