Fieser Shitstorm

Sara Kulka wird für Stillfoto attackiert

Katharina Meyeram 19.09.2016 um 11:47 Uhr

Sie ist bereits einiges gewohnt und beweist Charakter: Sara Kulka ist Mutter einer zweijährigen Tochter, die sie noch stillt – und das auch in der Öffentlichkeit. Ihr Mutterglück und ihre Erziehungsmethoden teilt die „Dschungelcamp“-Teilnehmerin ganz offen in den sozialen Medien. Und macht sich mit einem aktuellen Posting auch Feinde.

Eigentlich könnte es für Sara Kulka momentan nicht besser laufen. Sie ist Mama der zweijährigen Matilda und erwartet ein zweites Baby. Und ihr Glück teilt die 26-Jährige auch mit der Welt. Auf Instagram und Facebook veröffentlicht sie stolz Bilder, die ihren wachsenden Babybauch zeigen, oder sie berichtet aus dem Alltag mit ihrer Tochter. Ganz offen erzählt Sara Kulka hier, wie sie die Kleine erzieht. Dafür bekommt sie viel Zuspruch, aber erntet aber auch eine Menge Kritik und Unverständnis. Ein Posting löste nun eine wahre Lawine an extremen Reaktionen aus. Am Donnerstag veröffentliche Sara Kulka ein Foto, das sie beim Stillen ihrer zweijährigen Matilda zeigt.

Das Bild zeigt, wie Sara Kulka auf einer Bank sitzt, die Kleine an die Brust gelegt. Vor ihr Gesicht hält Sara schützend einen Hut, sodass man es nicht erkennen kann. Dazu schrieb sie: „Ja, ich bin eine Mama die stillt und ja, ich bin eine Mama, die sogar Langzeit stillt. Ich hätte es nie gedacht, dass ich diese Art von Mama werde und geplant habe ich es auch nicht.“ Eine Tatsache und ein Bild, über das ganz Deutschland seitdem diskutiert. Auf Sara Kulka prasselte ein wahrer Shitstorm mit Vorwürfen und Beschimpfungen ein. Auf der anderen Seite erhielt sie aber ebenso viel Unterstützung. Die 26-Jährige erzählt in Interviews, dass sie sich für die bedürfnisorientierte Erziehung entschieden habe. In ihrem Facebook-Post macht Sara Kulka allerdings klar, dass dies eine ganz persönliche Entscheidung ist: „Die Mama’s, die nicht stillen, sind nicht schlechter oder besser als die, die Stillen. Jede Mama auf dieser Welt ist wertvoll, egal welchen Erziehungsweg sie geht, denn schließlich hat sie sich entschieden Leben in die Welt zu setzen.“

Sara Kulka hat eine Mission

Sara Kulka hat mit ihrem Facebook-Beitrag offenbar einen Nerv in der Gesellschaft getroffen. Er erhielt bis jetzt rund 3.500 Likes und wurde 400 Mal geteilt. Bewusste Provokation und der Wunsch nach Aufmerksamkeit? Sara Kulka betont, dass es für sie um weit mehr geht: „Mit diesem Post möchte ich niemandem zu nahe treten und schon gar nicht provozieren, ich möchte nur, dass das Stillen in Deutschland endlich so normalisiert wird wie Flaschennahrung.“

Ein wichtiges Thema, in dem Sara Kulka jetzt offen Partei ergreift – ein Schritt, der andere Mütter ermutigen kann. Wie sie das Stillen handhaben will, nachdem sie ihre zweite Tochter auf die Welt gebracht hat, erklärte Sara Kulka noch nicht. Und wir finden, das sollte auch jede Mutter für sich selbst entscheiden.

Bildquelle: Getty Images/Sascha Steinbach

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