Love it or leave it?

Cara Delevingne bekommt Lob nach Nerv-Interview

Cara Delevingnes Fernsehinterview mit dem amerikanischen Sender KMAX-TV ist gerade in aller Munde. Darin hatte sich die Schauspielerin mit genervter Grummel-Attitüde mit den Moderatoren angelegt und sich geweigert, auf deren Fragen einzugehen. Für ihr Verhalten kassierte Cara, die nun von vielen als undankbar und verwöhnt abgestempelt wird, bisher einiges an Kritik. Jetzt stellte sich aber der „Margos Spuren“-Autor John Green auf ihre Seite und nahm das Model in Schutz.

Cara Delevingne hatte am vergangenen Dienstag einfach keinen guten Tag. Das 22-jährige Model mit Schauspielambitionen hatte am Morgen nach ihrer großen „Margos Spuren“-Premiere in aller Frühe ein Interview mit der amerikanischen Fernsehshow „Good Day Sacramento“. Die Moderatoren erwischten das It-Girl auf dem falschen Fuß, als sie fragten, ob sie die Buchvorlage zum Film gelesen hätte. „Ähm, nein. Ich habe weder das Buch, noch das Filmskript gelesen“, antwortete Cara genervt, „Ich habe das alles aus dem Stegreif gespielt.“ Auch die darauffolgenden Fragen schienen der sichtlich müden Cara Delevingne gar nicht zu gefallen und so gab sie auf die Frage, ob sie sich mit ihrer Filmrolle Margo identifizieren könne die flapsige Antwort: „Nein. Ich hasse sie.“ Aber auch die drei Journalisten ließen nicht locker, machten sich über ihr müdes Aussehen und ihre genervten Antworten lustig, und schaukelten damit das Interview zu einer höchst unangenehmen Angelegenheit hoch.

Cara Delevingne auf dem Red Carpet

Cara Delevingne bei der Premiere von „Margos Spuren“

Während ihre Fans sie nun für ihre Authentizität loben, können viele ihr gelangweiltes Verhalten nicht nachvollziehen. „Wenn man 5 Millionen Dollar für sechs Wochen Arbeit bekommt, kann man doch wohl auch mal ein bisschen Enthusiasmus vortäuschen,“ echauffierte sich einer der Moderatoren. Jetzt bezog Buchautor John Green Stellung, der neben seiner Zusammenarbeit mit Cara Delevingne während des Drehs zu „Margos Spuren“ das Model auch persönlich näher kennenlernen konnte. Green erklärte in einer ausführlichen Stellungsnahme, warum es kein Wunder ist, dass das Model genervt auf die Fragen der Journalisten reagierte: „Ich bin mit Cara befreundet. Ich bin mehr als einen Monat lang mit ihr zusammen auf Promotour in Europa und den USA gewesen und habe dabei zugesehen, wie sie wieder und wieder gefragt wurde, ob sie das Buch gelesen hat.“

John Green findet: „Cara Delevingnes Ehrlichkeit macht sie verdammt interessant“

Dass Cara Delevingne nicht so tun wollte, als mache ihr diese Monotonie nichts aus, stellte der Autor als bemerkenswerte Eigenschaft heraus: „Cara weigert sich, auf faule Fragen einzugehen und sich in einen Automat verwandeln zu lassen, um es durch die langen Tage der Presseveranstaltungen zu schaffen. Ich finde das gar nicht arrogant oder von oben herab, ich finde das bewundernswert!“ Mit dieser Meinung steht der Autor nicht alleine da, denn nicht nur er, sondern auch Cara Delevingnes Fans finden: Diese Authentizität macht sie gerade so verdammt interessant.

Klar – jeder hat mal einen schlechten Tag! Und wir sind nicht verwundert darüber, dass Cara Delevingne gelegentlich auch mal ihre rebellische Seite zeigt, denn sie ist nicht der Typ dafür, zu allem einfach „Ja und Amen“ zu sagen. Trotzdem finden wir, dass sie trotz der langweiligen Fragen der Journalisten wenigstens hätte versuchen können, höflich zu bleiben. Schließlich kommt es ihr und ihren Kollegen nur zugute, dass die Medien über ihren Film berichten.

Bildquelle: Getty Images/Dimitrios Kambouris

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