Star Wars-Unfall

Harrison Ford: Sauer auf J. J. Abrams?

Diana Heuschkelam 18.12.2015 um 11:48 Uhr

Harrison Ford scheint nachtragend zu sein. Nachdem er sich beim „Stars Wars“-Dreh mehrfach das Bein brach, nutzt er nun jede Gelegenheit, um Filmemacher J. J. Abrams deswegen ein schlechtes Gewissen einzureden.

Der Aktionstar musste eine Auszeit von den Dreharbeiten nehmen, nachdem während einer Szene eine hydraulische Tür des Millennium Falcon aus der Verankerung brach und auf sein Bein fiel. Für den resultierenden mehrfachen Beinbruch scheint Harrison den „Star Wars“-Regisseur immer noch verantwortlich zu machen, stellte sich nun während eines Interviews mit Conan O’Brien heraus.

HOLLYWOOD, CA - DECEMBER 14: Actor Harrison Ford (L) and director J.J. Abrams attend the after party for the World Premiere of “Star Wars: The Force Awakens” on Hollywood Blvd on December 14, 2015 in Hollywood, California. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for Disney)

Was sich liebt, das neckt sich: Harrison Ford und J. J. Abrams

Dabei war es in Wahrheit J. J. Abrahms, der sich bei dem Unfall ernsthaft verletzte, während Harrison Ford seine Knochenbrüche wie ein waschechter Actionheld in kürzester Zeit verwand. Denn der Versuch des Regisseurs, den Schauspieler zu befreien, hatte bei ihm ungeahnt schwere Folgen. „Ich wollte dabei helfen, die Tür anzuheben und spürte dann plötzlich so ein Ploppen in meinem Rücken. Als ich ein paar Tage später zum Arzt ging, sagte er mir: ,Oh, Ihr Rücken ist gebrochen,‘“ hatte der Filmemacher im Sommer bei einem Besuch in der „Daily Show“ berichtet. „Ein paar Wochen später war ich immer noch in meinem Stützmieder, das ich unter meinem Hemd versteckte und Harrison Ford kam schon wieder auf mich zu gesprintet, schneller als ich jemals laufen könnte. Der Mann ist ein wahres Wunder!“, erinnerte er sich damals verblüfft.

Verbaler Schlagabtausch zwischen Harrison Ford und J. J. Abrams

Trotzdem machte sich Harrison Ford während eines Interview mit Talkshow-Host Conan O’Brien einen Spaß daraus, den 49-Jährigen „Star Wars“-Regisseur mit seinem Dienstunfall aufzuziehen und lieferte sich mit ihm einen amüsanten Schlagabtausch. Der Han Solo-Darsteller erzählte Conan O’Brien gerade davon, dass er sich während der Dreharbeiten zum ersten „Star Wars“-Teil gewünscht hatte, dass sein Charakter am Ende stirbt, damit dem Film dadurch etwas mehr Tiefe verliehen würde. Als der Moderator daraufhin nachfragte, ob sich der 72-Jährige für seine Figur einen noblen Tod gewünscht hatte, stichelte der Star in Richtung des Regisseurs: „Vorzugsweise schon – lieber als einen Unfall.“ Abrams verstand natürlich sofort, worauf der „Indiana Jones“-Star anspielte und stimmte schmunzelnd zu: „Du meinst, lieber als wenn ich vorschlagen würde, Dir die Tür vom Millennium Falcon vor’s Gesicht zu knallen?“ Trotzdem scheint J. J. Abrams die freche Anspielung als positives Zeichen zu werten: „Ich bin sehr froh, dass wir heute darüber lachen können. Das war nämlich fürchterlich.“ „Für mich gar nicht mal so sehr“, feuerte Harrison Ford zurück. „Endlich stand ich mal im Mittelpunkt. Die Leute hörten mir zum ersten Mal seit zwei Tagen wieder zu.“

Harrison Ford und J. J. Abrams sollten vielleicht mal darüber nachdenken, gemeinsam eine Komödie zu drehen, denn ihr Schlagabtausch bei Conan O’Brien war ziemlich amüsant. Wir sind jedenfalls froh, dass die beiden Stars ihre Verletzungen gut überstanden haben und nun sogar darüber lachen können.

Bildquelle: GettyImages/Alberto E. Rodriguez

Topics:

Harrison Ford, J.J. Abrams, Star Wars - Krieg der Sterne

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