Depressionen

Hayden Panettiere: Angst vorm Urteil anderer

Thorsten Trederam 19.01.2016 um 14:03 Uhr

Strahlend schön und bestens aufgelegt – so zeigte sich Hayden Panettiere jetzt bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach langer Red-Carpet-Abstinenz. Doch auch wenn es ihr anscheinend nun endlich wieder richtig gut geht, ein Tabuthema macht die Schauspielerin aus ihrer postpartalen Depression deshalb noch lange nicht. Ganz im Gegenteil!

Hayden Panettiere bei den Critics' Choice Awards 2016

Hayden Panettiere will sich nicht verstecken

Ganz offen sprach Hayden Panettiere am Rande der Critics’ Choice Awards mit „E! News“ über die schwere Zeit nach der Geburt ihrer Tochter Kaya – und ebenso darüber, wie froh sie ist, das Ganze öffentlich gemacht zu haben. „Es hat mein Leben besser gemacht“, verriet die schöne Verlobte von Wladimir Klitschko dem Promiportal. Sie hoffe nun, dass es auch anderen Betroffenen so gehe und dass das Thema vor allem besser verstanden werde. Ein wichtiger Punkt offenbar, denn: Sie habe das Ganze zuvor nie so ganz nachvollziehen können, so Hayden Panettiere. „Du kannst das niemals vollkommen verstehen, ehe du nicht selber persönlich betroffen bist“, ist sie der Ansicht.

Ihr sei zudem nicht bewusst gewesen, wie stark postpartale Depressionen immer noch stigmatisiert würden. Eine Tatsache, die die 26-Jährige liebend gerne ändern würde, wie es scheint – und mit ihrer Offenheit ja bereits einen Teil dazu beiträgt. Schließlich hat Hayden Panettiere ganz eigene Erfahrungen aus der Phase gezogen. Sie habe sich lange so gefühlt, als würde sie ihr wahres Ich vor der Welt verstecken, und Angst davor gehabt, dass Menschen sie für etwas Gesagtes, Getanes oder ein Outfit verurteilen und nicht mögen würden. Zum Glück hat die frischgebackene Mutter davon aber nun offenbar genug, nicht zuletzt wegen ihrer kleinen Kaya.

Mit der Krankheit nicht allein

„Ich möchte meiner Tochter ein gutes Beispiel sein und ihr sagen, dass sie alles sein kann, was sie sein möchte. Dass sie keine Angst haben muss, dass irgendjemand etwas nicht mögen könnte, weil: Ganz egal, was du tust, irgendjemand wird es immer nicht mögen“, so Hayden Panettiere. Wahre Worte von einer starken Frau, die keine Lust hat, sich in eine Schublade stecken zu lassen, schon gar nicht wegen einer postpartalen Depression. Nicht nur, dass sie viel positive Resonanz auf ihr Geständnis, dass sie sich deswegen in Therapie begeben habe, erhalten habe – sie freue sich auch, dass sie für Frauen einstehen könne, denen es ebenso ergeht.

„Sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind. Dass das nicht bedeutet, dass man schwach ist“, betont Hayden Panettiere im Gespräch mit „E! News“. Worte, die wir nur bewundern können. Weiter so, Hayden!

Bildquelle: Getty Images/Jason Merritt

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Kommentar (1)

  • Findest Du es gut, dass Hayden Panettiere so offen mit ihrer Erkrankung umgeht?


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