Mit Spike Lee

Jada Pinkett Smith boykottiert die Oscars

Thorsten Trederam 19.01.2016 um 12:48 Uhr

Die Oscars 2016 werden dieses Mal ohne Jada Pinkett Smith stattfinden. Das verkündete die Schauspielerin nun in einem Video auf ihrer Facebook-Seite – und steht mit diesem Entschluss nicht alleine da.

Jada Pinkett Smith bei den Golden Globes

Jada Pinkett Smith bleibt den Oscars fern

Jada Pinkett Smith bedauert es sehr, dass für die diesjährigen Oscars ausschließlich weiße Schauspieler nominiert wurden. So wie ihr geht es vielen, weshalb im Nu der Hashtag „#OscarsSoWhite“ auf Twitter in den Trends landete. Die Frau von Will Smith zieht nun Konsequenzen aus den Entscheidungen der Academy und erklärte auf Facebook an Moderator Chris Rock gerichtet: „Hey Chris, ich werde nicht bei den Academy Awards dabei sein und ich werde sie auch nicht im Fernsehen verfolgen, aber ich kann mir für dieses Jahr keinen Besseren für den Job vorstellen als dich, mein Freund. Viel Glück!“

Doch nicht nur Jada Pinkett Smith boykottiert die diesjährige Verleihung, ihr schließt sich auch Regisseur Spike Lee an. „Wie kann es sein, dass das zweite Jahr in Folge alle 20 Nominierten in den Schauspielkategorien weiß sind?“, fragt er auf Instagram. Kandidaten hätte es gewiss gegeben.

Potenzielle Kandidaten gibt es reichlich

Im Boxerdrama „Creed“ brilliert Michael B. Jordan, für einen Oscar nominiert wurde jedoch Sylvester Stallone. In „Straight Outta Compton“ gab es gleich eine Handvoll begnadeter Jungschauspieler, von denen ebenfalls keiner bedacht wurde. Ganz zu schweigen von Idris Elba, dessen Rolle als Kindersoldatenführer in „Beasts of No Nation“ bei den Nominierungen keine Beachtung fand – ebenso wenig wie die seines kleinen Kollegen Abraham Attah.

Wir finden es nur konsequent, dass sich Filmschaffende aus Hollywood mit afro-amerikanischen Wurzeln wie Jada Pinkett Smith und Spike Lee gegen das System auflehnen. Es ist das zweite Beben, das die Filmschmiede erschüttert. Seit einiger Zeit schon kämpfen Frauen für mehr Gleichberechtigung im hart umkämpften Business. Vielleicht fängt Hollywood ja doch irgendwann mal an, über die Gepflogenheiten nachzudenken.

Bildquelle: Getty Images/Jason Merritt

Topics:

Jada Pinkett Smith, Oscars

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