World of Warcraft

Jamie Lee Curtis zockt online mit ihrem Sohn

Katharina Meyeram 26.09.2016 um 17:09 Uhr

Viele Eltern sind nicht sehr angetan, wenn sich der Nachwuchs in die virtuelle Welt der Computerspiele zurückzieht. Hollywoodstar Jamie Lee Curtis ist da viel lockerer und zieht aus dem Online-Gaming sogar viel Positives.

Im Interview mit dem Portal „The Daily Beast“ erzählt die 57-Jährige, wie es ihr gelang, durch World of Warcraft (WoW) eine engere Beziehung zu ihrem Sohn aufzubauen. Bei dem Game handelt es sich um ein sogenanntes Multi-Player-Online-Rollenspiel. „Mein Sohn ist kein guter Lerner und kein gewöhnliches Kind“, erklärt die Schauspielerin. Sie entschied deshalb, dahinzugehen, wo sie ihren Sprössling am besten erreichen kann und loggte sich mit einem eigenen Charakter ein. „Ich bin kein großer Zocker, aber ich bin der Spielgemeinschaft sehr dankbar dafür, was sie aus meinem Sohn herausholt.“

Ihre Bewunderung für die virtuelle Welt und dafür, wie diese sie und ihren Sohnemann zusammengeschweißt hat, zeigt Jamie Lee Curtis auch abseits des Computermonitors. Das stellte sie im Juni eindrucksvoll unter Beweis. Zur Kinopremiere von „Warcraft: The Beginning“ nahm sie ihren Sohn mit. Beide verzichteten allerdings auf die gewöhnliche Abendgarderobe, stattdessen erschienen sie in einer tollen Verkleidung und trampelten als Orcs über den roten Teppich. Bereits im vergangenen Jahr war die wohl coolste Mutter Hollywoods auf der BlizzCon aufgetaucht – ohne dass es jemand merkte. Ungestört besuchte sie die Convention mit einer WoW-Maske vor dem Gesicht.

Jamie Lee Curtis spricht über düstere Zeit

Im Interview mit „The Daily Beast“ spricht die Golden-Globe-Gewinnerin aber auch über eine lange, düstere Phase ihres Lebens. „Ich war zehn Jahre lang süchtig nach Schmerzmitteln. Still und heimlich“, gibt Jamie Lee Curtis zu. Die Tabletten spülte sie mit reichlich Alkohol runter. „Ich habe lange an mir gearbeitet, um trocken zu werden“, sagt sie voller Stolz. Nicht jedem in der Familie sei der Schritt aus der Sucht so gut gelungen: Ihre Eltern waren ihr ganzes Leben lang alkoholkrank, ihr Bruder starb mit 20 an den Folgen seines Heroin-Konsums. „Das ist eine Familienkrankheit und es wäre mein größter Triumph, wenn ich den Rest meines Lebens trocken bleibe“, sagt sie.

Wir hoffen, dass Jamie Lee Curtis auch weiterhin als große Siegerin aus dem Kampf gegen Schmerzmittel und Alkohol hervorgeht und die nötige Kraft und Stärke dafür aus der engen Beziehung zu ihrem Sohn schöpft.

Bildquelle: Getty Images / Jason Merritt

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