Lang ist's her

Kate Beckinsale: Ebenfalls Body-Shaming-Opfer

Daniel Schmidtam 31.05.2016 um 17:30 Uhr

Vor 15 Jahren lief „Pearl Harbor“ in den Kinos und verhalf Kate Beckinsale zum Durchbruch. Jetzt hat die US-Beauty noch einmal über den Film gesprochen und enthüllt, dass sich Regisseur Michael Bay in ihren Augen nicht ganz korrekt verhalten hat.

Kate Beckinsale kritisiert Michael Bays Verhalten

Kate Beckinsale kritisiert Michael Bays Verhalten

„Ich denke, er war verblüfft von mir, weil meine Brüste nicht größer als mein Kopf waren und ich nicht blond war“, erinnerte sich Kate Beckinsale in der „Graham Norton Show“ an das Casting für den Film. „Ich hatte gerade erst meine Tochter zur Welt gebracht und Gewicht verloren, aber mir wurde gesagt, dass ich trainieren muss, wenn ich die Rolle bekomme.“ Eine Bedingung für den Part, die sich der heute 42-Jährigen nicht ganz erschloss: „Ich verstand einfach nicht, warum eine Krankenschwester in den 1940er Jahren das tun würde.“

Die offenbar aufgezwungenen Trainingseinheiten waren allerdings nicht das Einzige, was Kate Beckinsale sauer aufstieß. Auch in Interviews soll sich Regisseur Michael Bay, der unter anderem auch für „Transformers“ bekannt ist, damals nicht völlig korrekt verhalten haben. Wie die Schauspielerin weiter erklärte, habe er während der Promotion-Tour von ihren männlichen Co-Stars Ben Affleck und Josh Hartnett regelrecht geschwärmt. „Wenn er dann über mich befragt wurde, sagte er: ,Kate war nicht so attraktiv, dass sie die weiblichen Zuschauer vergraulen würde‘“, so Kate Beckinsale.

Auch Megan Fox kritisierte Michael Bay

In einem Interview mit „Movieline“ sagte Michael Bay 2001 über die Wahl von Kate Beckinsale: „Ich wollte niemanden, der zu schön ist. Frauen sind beunruhigt, wenn sie jemanden sehen, der zu hübsch ist.“ Der „Pearl Harbor“-Regisseur genießt „FOX News“ zufolge schon länger den Ruf, ein schwieriges Verhältnis zur Damenwelt zu pflegen. 2009 kritisierte Megan Fox den Filmemacher: Im Gespräch mit „Wonderland“ betonte sie, wie schwierig die Zusammenarbeit mit Bay sei. Shia LaBeouf sprang seiner Kollegin damals zur Seite und erklärte der „Los Angeles Times“: „Mike hat eine Art, Frauen zu filmen, die die Sexualität von 16-Jährigen anspricht. Und eines, was Mike wirklich nicht hat, ist Taktgefühl.“

Nicht gerade schön oder? Wir hoffen, dass Kate Beckinsale nach „Pearl Harbor“ nicht noch öfter derlei Erfahrungen machen musste. Schließlich hat sie so etwas gar nicht nötig.

Bildquelle: GettyImages/Ben A. Pruchnie

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