#OscarsSoWhite

Oscars 2016: Keine Minderheiten nominiert

Diana Heuschkelam 15.01.2016 um 14:05 Uhr

Auch in diesem Jahr steht die Oscar-Verleihung in Amerika wieder stark in der Kritik. Nachdem gestern die Nominierungen bekanntgegeben wurden, werden nun bereits erste Proteste laut, die bemängeln, dass es unter den Nominierten zu wenig ethnische Diversität gebe.

LOS ANGELES, CA - FEBRUARY 22: (EDITORS NOTE: NO ONLINE, NO INTERNET, EMBARGOED FROM INTERNET AND TELEVISION USAGE UNTIL THE CONCLUSION OF THE LIVE OSCARS TELECAST) An oversized Oscar statue is displayed in the press room at the 81st Annual Academy Awards held at Kodak Theatre on February 22, 2009 in Los Angeles, California. (Photo by Jason Merritt/Getty Images)

Unter dem Hashtag #OscarsSoWhite geht zurzeit ein Aufschrei durch die Social-Media-Plattformen. Denn wieder einmal wurden in den wichtigsten Kategorien, Beste/r Hauptdarsteller/in, Beste/r Nebendarsteller/in und beste/r Regisseur/in, nur weiße Filmschaffende nominiert – und das obwohl Filme wie „Creed“, „Concussion“ und „Straight Outta Compton“ mit ethnischen Minderheiten in den Hauptrollen bei anderen Awardverleihungen ausgezeichnet wurden.

Bereits im letzten Jahr hatte es einen Aufschrei der Empörung wegen der mangelnden Diversität unter den Nominierten gegeben. Damals wurde der Hashtag #OscarsSoWhite ins Leben gerufen. Die Präsidentin der Academy, Cheryl Boone Isaacs rief damals eine Initiative namens A2020 ins Leben, um das Problem anzugehen. In einem Statement sah sie die Verantwortung allerdings nicht bei den Oscars, sondern nannte Hollywood als Ganzes als Problemquelle. „Die Academy hat keine Kontrolle über Hollywood“, sagte sie. „Wir haben nichts mit der Einstellungspolitik zu tun. Wir können allerdings versuchen, sie dazu zu bewegen, ihren gewohnten Gedankenfluss zu erweitern.“

Oscars 2016: Bürgerrechtler protestieren gegen mangelnde Vielfalt

Dieses Unterfangen scheint sich in diesem Jahr leider noch nicht als fruchtbar erwiesen zu haben. „Nur weiße Oscar-Nominierungen sind ein weiteres Beispiel für den Mangel an Vielfalt in Hollywood. Wie die Rocky Mountains. Je höher man steigt, desto weißer wird’s“, schrieb der amerikanische Bürgerrechtler Al Sharpton auf Twitter und rief seine Follower auf, aktiv zu werden: „Hollywood hat ein betrügerisches Bild von fortschrittlicher und liberaler Politik und Richtlinien. Wir müssten handeln, um das zu korrigieren. Taten zählen mehr als Worte.“

Wir finden es verständlich und wichtig, das Bürgerrechtler wie Al Sharpton auf die fehlende Diversität einer so wichtigen Preisverleihung wie den Oscars 2016 aufmerksam machen und hoffen, dass sich dieses Bild in den nächsten Jahren ändert.

Bildquelle: GettyImages/Jason Merritt, GettyImages/Andrew H. Walker

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