Appell

Pamela Andersons kämpft gegen Pornos

Diana Heuschkelam 02.09.2016 um 17:19 Uhr

Mit Pornos muss Schluss sein, findet Pamela Anderson. In einem Artikel für das „Wall Street Journal“ bezieht der Ex-„Baywatch“-Star ganz klar Stellung gegen die expliziten Inhalte.

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Pamela Anderson

Ungewohnte Worte aus dem Munde von Pamela Anderson. Zusammen mit Rabbi Shmuley Boteach spricht sie sich in einem Artikel, der in der Donnerstagsausgabe des „Wall Street Journal“ veröffentlicht wurde, gegen Pornos aus. Darin schreibt Anderson unter anderem, dass Pornos „eine Gefährdung der Öffentlichkeit von bedrohlichem Ausmaß“ seien, weil sie „heutzutage so frei und anonym zu bekommen und leicht zu verbreiten sind.“ Auch die „Funktionsfähigkeit als Ehemann und Vater“ sei durch den Konsum der expliziten Bilder erheblich gefährdet. Besonders kritisch sieht die 49-Jährige Anderson zudem die zukünftigen Generationen, die quasi mit den digitalisierten Bildern aufwachsen.

Die klare Ansage kommt überraschend, schließlich war Pamela Anderson selbst einmal an einem Porno beteiligt – wenngleich dieser auch unfreiwillig veröffentlicht wurde. 1995 drehten sie und ihr Ex-Mann sowie Mötley-Crüe-Schlagzeuger Tommy Lee einen Film, der sie beim Sex auf einem Boot zeigt. Das Tape wurde zwei Jahre später von einem Unbekannten gestohlen und veröffentlicht. Der Film avancierte danach zum meistverkauften Porno.

Anlass war Sexting-Skandal von Anthony Weiner

Doch warum wettert das ehemalige Playmate Pamela Anderson nun gegen Pornos? Zum Anlass ihres Appells haben sich die Blondine und der Rabbi Boteach den aktuellen Sexting-Skandal um den US-Politiker Anthony Weiner genommen. So heißt es: „Falls noch irgendjemand an der verheerenden Wirkung zweifelte, die Porno-Sucht nach sich zieht, dann schaut auf die jetzt zerbrochene Ehe von Mr. Wiener und Huma Abedin.“ Der New Yorker Politiker verstrickte sich bereits Juni 2011 in einen Sex-Skandal. Von einem Twitter-Account verschickte er freizügige Bilder von sich an andere Frauen, war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits mit Huma Abedin verheiratet. Diese vergab ihn. Der Politiker trat daraufhin von seinem Amt zurück. Es war allerdings kein endgültiges Aus, denn Weiner gelang ein politisches Comeback. Und nun erneut ein Skandal: Während seine Frau Abedin für Hilary Clinton als Vize-Wahlkampfmanagerin durch das Land reiste, suchte sich der Politiker eine Sexchat-Partnerin. Es folgte die Scheidung.

Wir finden es bewundernswert, welch klare Worte Pamela Anderson gegen Pornos findet. Über die Wirkung der Sexfilmchen wird schließlich bereits lange diskutiert, dabei geht es um das Suchtpotenzial, propagierte Frauenbild und die Auswirkung auf die eigene Sexualität.

Bildquelle: Getty Images / Pret a Reporter / Alberto E. Rodriguez

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