Im Krebskampf

Rose McGowan sendet Shannen Doherty Kraft

Diana Heuschkelam 15.09.2016 um 17:40 Uhr

Die Schauspielerinnen Shannen Doherty und Rose McGowan galten jahrelang als verfeindet. Nun räumt Letztere mit den Gerüchten auf und richtet eine herzergreifende Botschaft an ihre ehemalige „Charmed“-Kollegin.

Shannen Doherty und Rose McGowan sollen sich spinnefeind gewesen sein – zumindest wenn es nach den Medien geht. In der Serie „Charmed“ ersetzte McGowan im Jahr 2001 die „Beverly Hills“-Schauspielerin, indem sie die Rolle der Paige Halliwell einnahm. Die Gerüchteküche brodelte und von Zickenkrieg war damals die Rede. Doch ein aktuelles Statement von McGowan bringt nun Licht ins Dunkel.

Auf Instagram richtet die 43-Jährige nicht nur unterstützende und emotionale Worte an Doherty, die sich gerade im Kampf gegen den Brustkrebs befindet, sondern macht gleichzeitig der Hollywood-Branche schwere Vorwürfe. In ihrer Botschaft schreibt McGowan: „Liebe Shannen, als junge Frauen wurden wir zur Unterhaltung der Gesellschaft gegeneinander aufgespielt. Die gehirngewaschene Hollywood-Welt hat es so gedreht, dass wir keine Freunde sein konnten. Ich bereue, dass ich nicht wach genug war, dir das damals zu erklären. (…) Ich war wie unter einem Mikroskop. Ein falscher Schritt und ich wäre als ‘schwierig’ bezeichnet worden, genau wie du.“ Weiter heißt es: „Sie haben nicht verstanden, dass wir aus einem anderen Holz geschnitzt sind. Sie haben versucht, uns zu brechen, aber sie haben es nicht geschafft. Ich sende dir Kraft.“

Dear @theshando Someone made this of us & I wanted to share it with you as it made me reflect. We have a funny history. As young women we were pitted against each other for society's pleasure. The rules of Hollywood engagement brainwashed into us were truly vile. The men & brainwashed women in our business made it so we couldn't be friends, I regret that. We were cast in this weird fake reality show where we were supposed to be enemies. I resented it greatly. I regret not being awake enough to articulate this to you at the time. Fear was drilled into me from day one in this town & you were the barometer by which my behavior was judged. I was under a microscope, one false move and I'd be branded 'difficult' just like you. I think we all know what happens when girls here get out of line. I willfully remained enigmatic & unengaged. The Bad Girl Shaming you received at the hands of the media was merciless. Global media shaming is real AF, as you know. Fuck them all & their machine, too. You cast a long shadow over my life. We were both cast in a fake real life role, that of the Bad Girl. I had to prove I wasn't as bad as you or I'd get the axe, too. But we were never the bad ones, it was them., the Beige Brained White Dudes in Charge. Well fuck them. Damn them for fucking with our minds & careers just because their misogynistic belief systems couldn't sanction two strong females in a traditionally subservient role- actress. I refused to give them the cat fight they so wanted. Shannen, we didn't know it yet, but we were the good ones. Two boss young women that scared the 'faux-liberals in provincial Hollywood, for that sin we got burned at the media stake, egged on by Hollywood who believe the press they start. There was a strongly inferred threat of me being blacklisted in tv as I'd been in film. Instead of understanding that we were a different breed, they tried to crush us, but they couldn't. I send you strength. ⚒🛡#rosearmy #BRAVE #shannendoherty #typos4life

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Doherty über den Kampf gegen Krebs

Im Kampf gegen den Brustkrebs dürfte Doherty für jede Unterstützung dankbar sein. Erst kürzlich verriet sie, dass die Krankheit nicht nur Schattenseiten habe, sondern sich ihr Leben auch auf positive Weise verändert habe. Auf dem Charity-Event „Stand Up To Cancer“ in Los Angeles sagte sie: „Auf seltsame Weise hat der Krebs für mich großartige Dinge getan. Die Krankheit hat mir erlaubt, mehr ich selbst zu sein.“ Dass das Kriegsbeil zwischen ihr und McGowan nun offiziell begraben zu sein scheint, dürfte wohl zu eben jenen großartigen Dingen zählen.

Wir finden es bewundernswert, wie sich Rose McGowan mit ihrem Post über das System „Hollywood“ hinwegsetzt und welch rührende und bewegenden Worte die Schauspielerin für ihre kranke Kollegin findet.

Bildquelle: Getty Images/Ilya S. Savenok

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