Scherzkeks

Ryan Reynolds: Humorvoller Abschied vom Vater

Daniel Schmidtam 20.05.2016 um 13:38 Uhr

Am Donnerstag nahm Ryan Reynolds zum zweiten Mal Abschied von seinem Vater: Im Beisein der gesamten Familie wurde die Asche des Verstorbenen verstreut. Allerdings nicht ohne einen typisch frechen Kommentar des „Deadpool“-Mimen.

Ryan Reynolds beweist in jeder Situation Humor.

Ryan Reynolds beweist in jeder Situation Humor.

Allem Anschein nach hat Ryan Reynolds den Tod seines Vaters im vergangenen Oktober gut verkraftet. Nach 20 Jahren ist James Reynolds 2015 an seiner langjährigen Parkinson-Krankheit verstorben, doch erst jetzt wurde die Asche verstreut. Auf Twitter teilte der Hollywoodstar den Moment des Abschiednehmens – wie gewohnt mit einer Portion Humor: „Eine Familie hatte in Windrichtung ein Picknick in 180 Metern Entfernung“, schrieb der „Deadpool“-Schauspieler auf dem Kurznachrichtendienst. So weit, so gut. Dann fügte er allerdings noch hinzu: „Sie haben locker die Hälfte der Asche meines Vaters heute Morgen gegessen.“

Ryan Reynolds, wie er leibt und lebt. Selbst in solch emotionalen Situationen ist er um einen kleinen Scherz nicht verlegen. Der Post kam jedoch nicht bei jedem gut an: Einige seiner Follower fanden den Witz offenbar unangebracht und respektlos. „Warum bist du so?“, fragte beispielsweise ein Twitter-User. Manche empfanden den Spruch sogar als zu viel des Guten, wie etwa dieser Kommentator: „Du bist ein kranker Mann.“ Wer jedoch Ryan Reynolds auf Twitter folgt, sollte inzwischen gemerkt haben, dass der Schauspieler ganz „Deadpool“-like gerne mal ein paar Kommentare unter der Gürtellinie raushaut. Und genau das schätzen die meisten seiner Follower an ihm.

Ein langer Leidensweg

Vielleicht ist es auch einfach seine Art mit dem Verlust seines Vaters umzugehen. 20 Jahre lang musste der 39-Jährige verfolgen, wie sein Vater mehr und mehr unter seiner Parkinson-Erkrankung zu leiden hatte. „Ich hatte einen Einblick aus erster Hand hinter den Vorhang von Parkinson. Ich habe bei meinem Vater – eine starke und stolze Person, die erfolgreich vier verrückte Kinder großgezogen hat – mit ansehen müssen, wie er langsam und brutal seine Unabhängigkeit aufgeben musste“, schrieb Ryan Reynolds 2011 in einem Beitrag für „Huffington Post“.

Ob man es nun geschmacklos findet oder nicht: Es ist und bleibt die Angelegenheit von Ryan Reynolds, auf welche Art und Weise er den Tod seines Vaters verarbeitet. Und wenn ihm dabei sein Humor hilft, dann gibt es daran nichts auszusetzen.

Bildquelle: Getty Images for SiriusXM/Cindy Ord

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