Krasser Stream

Shailene Woodley: Fans sehen Festnahme live

Katharina Meyeram 11.10.2016 um 12:05 Uhr

Eigentlich wollte Shailene Woodley mit vielen weiteren Menschen nur friedlich gegen die Dakota Access Pipeline demonstrieren, doch die US-Schauspielerin wurde von der Polizei festgenommen. Ihre Verhaftung streamte sie live auf Facebook.

„Die Bereitschaftspolizei ist da“, heißt es zu einem der Videos, die Shailene Woodley am Montag von der Demonstration live via Facebook streamte. Der Clip dokumentiert, wie die 24-Jährige in Gewahrsam genommen werden soll. „Ok, ich werde verhaftet, weil ich mich unerlaubt hier aufgehalten habe wie alle anderen auch. Sobald ihr Jungs mich aufgefordert habt, zu gehen, bin ich gegangen…“, erklärt sie die Situation in dem Video. Doch der Zugriff erfolgte zunächst nicht: „Sobald ich hier war, sind sie gegangen … Das liegt daran, dass ich bekannt bin. Weil ich 40.000 Leute habe, die zuschauen.“

Doch als Shailene Woodley bei ihrem Fahrzeug ankam, wurde sie letztendlich doch in Gewahrsam genommen: Das Auto sei von der Polizei umstellt gewesen, die Beamten haben „auf mich mit riesigen Gewehren und einem gewaltigen Truck hinter sich gewartet“, heißt es. Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, sei der Grund für die Festnahme Landfriedensbruch. Shailene Woodley, die derzeit im Film „Snowden“ zu sehen ist, unterstützt die örtlichen Sioux-Indianer schon seit Längerem bei den Protesten gegen den Bau der Pipeline in der Nähe von Cannon Ball, North Dakota.

Wieder frei!

Inzwischen ist Shailene Woodley wieder auf freiem Fuß. „Sie schätzt die Welle der Unterstützung, nicht nur für sich selbst, sondern viel wichtiger noch, für den weiteren Kampf gegen den Bau der Dakota Access Pipeline“, teilte ihr Sprecher „E! News“ mit. Neben Woodley stellen sich auch weitere prominente Unterstützer gegen das Projekt, darunter der Hauptcast der „Justice League“. Sollte die Pipeline fertig gestellt werden, droht eine nachhaltige Verschmutzung des Missouri, auch das Trinkwasser ist damit in Gefahr.

Weniger reden, mehr tun! In diesem Sinne finden wir es sehr stark, wie sich Shailene Woodley gegen die Pipeline und vor allem vor Ort bei den Protesten engagiert – selbst wenn das eine kurze Inhaftierung für sie bedeutet.

Bildquelle: Getty Images / Vittorio Zunino Celotto

Kommentare


Hollywood: Mehr Artikel