Krebs-Prozess

Shannen Doherty einigt sich mit Ex-Management

Diana Heuschkelam 23.08.2016 um 17:25 Uhr

Shannen Doherty und ihr Ex-Management haben sich vor Gericht geeinigt. Die “Beverly Hills 90210″-Darstellerin macht die Tanner Mainstream Agentur und ihren ehemaligen Manager Steven Blatt für ihre Krebserkrankung mitverantwortlich und forderte 15 Millionen US-Dollar von der Firma.

Shannen Doherty

Shannen Doherty

Shannen Doherty und ihr ehemaliges Management einigten sich nach einem Bericht des Klatschportals “TMZ” auf einen Vergleich. Wie hoch dieser ausfiel, haben die Prozessbeteiligten jedoch nicht verraten. Demnach ist nicht klar, wie viel Doherty von ihrer Forderung über 15 Millionen (rund 13 Millionen Euro) letztendlich als Schadensersatz bekommt. Erst kürzlich hatte die Anschuldigung von Steven Blatt für Wirbel gesorgt, die 45-Jährige sei gar nicht so krank, wie sie tue, und würde sich nur vor einer weiteren Befragung durch seine Anwälte drücken. Blatt führte laut “TMZ” an, dass die Schauspielerin ständig unterwegs sei und in TV-Shows auftrete.

Doherty konterte, dass sie bereits in der für Kalifornien üblichen Regelzeit von sieben Stunden befragt wurde und Blatt nicht mehr Zeit schulde, außerdem versuche sie nur, trotz der Krankheit, ihr Leben weiterzuleben. Hintergrund des Rechtsstreits war, dass ihr Management angeblich die Zahlungen für die Krankenversicherung nicht überwiesen hatte, weswegen Shannen Doherty im Jahr 2014 nicht zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung ging. Ein Jahr später, als sie wieder versichert war, wurde bei ihr Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Shannen Doherty ruft alle Frauen auf, zur Brustkrebsvorsorge zu gehen

Aus diesem Grund macht Doherty ihr ehemaliges Management mitverantwortlich für die Krankheit. Wäre sie 2014 zur Vorsorgeuntersuchung gegangen, so ihre Argumentation, wäre der Krebs noch in einem früheren und leichter heilbaren Stadium entdeckt worden. Aktuell unterzieht sich der Serien-Star einer Chemotherapie. In Talkshows rief die Schauspielerin alle Frauen dazu auf, regelmäßig zur Brustkrebsvorsorge zu gehen.

Zuletzt wurde der Prozess von Shannen Doherty gegen ihr Ex-Management peinlich und unangenehm – vor allem für die Agentur, die eine offensichtlich mit dem Krebs ringende Frau mehr oder weniger als Simulantin darstellte. Und das nur, um sich vor einer Schadensersatzzahlung zu drücken. Wir hoffen, dass Shannen Doherty bei den Verhandlungen um den Vergleich so viel wie möglich als Wiedergutmachung herausgeholt hat!

Bildquelle: Getty Images/Alberto E. Rodriguez

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