Thees Uhlmann über..

Thees Uhlmann über..

am 19.11.2008 um 17:42 Uhr

Thees Uhlmann

Thees Uhlmann von Tomte
Quelle: www.pertramer.at

Es ist Donnerstag, der 06.11., 14.30 Uhr am Kölner E-Werk. Wir haben einen Interview-Termin mit Tomte-Sänger Thees Uhlmann. “Sören von Tomte” führt uns in die heiligen Hallen – eher gesagt die Kellerräume – des E-Werks. Bandmitglieder laufen rum, von oben ertönen Sound-Proben und es riecht nach Zigaretten und Alkohol. Vor einem kleinen Raum mit Ledersofa kommt Thees Uhlmann auf uns zu. Er stellt sich kurz vor, setzt sich auf einen Drehstuhl und wir setzen uns ihm gegenüber auf das bereits erwähnte Ledersofa. Sehr warm ist es übrigens. Thees Uhlmann isst einen Apfel, fragt, ob es unhöflich sei, während des Interviews zu kauen. Mir ist es egal. Hauptsache das Aufnahmegerät und natürlich ich verstehen ihn. Das Interview beginnt…

Erdbeerlounge: Euer neues Album „Heureka“ ist am 10.10.2008 erschienen. Ich habe eine Frage zur Wahl des Titels. Archimedes läuft nackt durch die Straßen und ruft: „Heureka“. Was meinst Du, könnte man Heureka mit „Glück haben“, oder „es endlich geschafft haben” übersetzen – oder lieg ich da falsch?

Thees Uhlmann: „Heureka“ hat ja nichts mit Glück zu tun. „Heureka“ hat was mit Wahrhaftigkeit und mit Recht haben zu tun. Darum geht’s mir. Auf meiner letzten Platte („Buchstaben über der Stadt“, Anm. d. Red.) ging es mir um Glück, bei dieser Platte geht’s aber um Realness, Erlebnisse und die Sicht auf bestimmte Dinge. Heureka hat nichts mit Glück, dass man etwas geschafft hat, zu tun, sondern mit der Freude darüber, dass man etwas geschafft hat. Aber natürlich auch dieses: „Ich glaube, so könnte es funktionieren!“ Oder: „Ah, so funktioniert das!“ – deswegen auch „Heureka“!

Erdbeerlounge: Jetzt mal weg von der Bedeutung des Wortes Heureka. Offensichtlich fühlst Du Dich – wenn man es aufs Werk bezieht bzw. auf die Entstehungszeit des Albums – glücklicher als bei zum Beispiel „Hinter all diesen Fenstern“. Kann man das so sagen?

Thees Uhlmann: Was hat Kevin Kuranyi noch neulich gesagt: „Es geht mir besser als gestern, aber schlechter als sonst.“ Nein: Die „Buchstaben über der Stadt“-Platte ging sehr viel um mich. Die neue Platte kommt von mir, aber geht nicht um mich. (überlegt kurz) Genau – so kann man das sagen.


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