HAMBURG, GERMANY - AUGUST 30: Jenke on Wilmsdorff attends photocall of RTL Program 2016/17 presentation at the REE Location on August 30, 2016 in Hamburg, Germany. (Photo by Christian Augustin/Getty Images)
Diana Heuschkelam 27.09.2016

Am Montag widmete sich Jenke von Wilmsdorff in der RTL-Sendung „Das Jenke-Experiment“ dem Thema Essstörung. Im Selbstversuch stellte er sich Magersucht und Bulimie – und erntete dafür erneut Kritik aus der Netzgemeinde.

RTL-Journalist Jenke von Wilmsdorff sorgt mit seiner umstrittenen Selbstversuch-Reihe erneut für Diskussionsstoff. In der Sendung vom Montagabend ging es um Essstörungen, die der 50-Jährige natürlich ebenfalls am eigenen Leib erfahren wollte, wie zuletzt etwa die Wirkung verschiedenster harter Drogen vor der Kamera. Für sein aktuellstes Experiment verzichtete von Wilmsdorff vier Wochen lang auf feste Nahrung. Er verlor damit nicht nur zehn Kilo – auch seine Gesundheit setzte er damit aufs Spiel. Aufgrund der abrupten und extremen körperlichen Belastung diagnostizierte ihm ein Arzt eine Herz-Muskel-Schwäche. Als er dann wieder essen durfte, übergab er sich, um so auch Bulimie auszutesten.

Jenke von Wilmsdorff beendete daraufhin seinen Selbstversuch. Doch Menschen, die tatsächlich an Magersucht oder Bulimie leiden, können ihre Essstörung nicht so einfach abstellen. Deshalb sieht die Netzgemeinde das Experiment des Journalisten auch so kritisch: Von Wilmsdorff könnte Erkrankten mit seinem fragwürdigen Versuch auch noch praktische Tipps an die Hand gegeben haben. „Es gibt Magersüchtige, die denken, sie wären nicht perfekt und die versuchen könnten, neue Sachen von seinem Projekt zu lernen. Schade“, heißt es etwa auf der Facebook-Seite des Journalisten. Ein weiterer User merkt an: „Ein heftiges Thema. Die Frage ist nur, ob jetzt nicht viele denken: ‚Okay, so kann ich also noch schneller abnehmen.‘“

Auch Lob für Jenke von Wilmsdorff

Auf Twitter äußerten einige Zuschauer ebenfalls ihren Unmut. Sie hoben allerdings hervor, dass sich Jenke von Wilmsdorff beispielsweise durch Nicht-Essen allein gar nicht wirklich in die Situation und Gefühlswelt tatsächlich Magersüchtiger hineinversetzen könne. Zuspruch erhielt der Extrem-Journalist jedoch auch: „Jenke, ich denke, das war eins deiner extremsten Experimente. Du hast uns eine Welt gezeigt, die wir nicht kennen und oft nicht sehen wollen. Trotzdem danke.“ Fest steht: Nach dem Selbstversuch zum Thema Essstörung ist nun vorerst Schluss mit „Das Jenke-Experiment“.

Wir sind schon gespannt, welche Ideen Jenke von Wilmsdorff für mögliche neue Episoden sammeln wird, und ob auch diese Folgen wieder die Gemüter spalten.

Bildquelle: GettyImages/Christian Augustin


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