Perfektionist

Xavier Naidoo unterbricht „Sing meinen Song“

Daniel Schmidtam 11.05.2016 um 11:41 Uhr

Am Dienstagabend drehte sich bei „Sing meinen Song“ alles um BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken. Seine kölschen Texte stellten die Teilnehmer vor Herausforderungen, nur einer traute sich in dem Dialekt zu performen – und das war nicht der Gastgeber. Xavier Naidoo hatte sein Lied nicht nur entkölscht, er musste sogar zwischendurch unterbrechen.

Xavier Naidoo: Kann alles, außer Kölsch!

Xavier Naidoo: Kann alles, außer Kölsch!

Xavier Naidoo genießt den Ruf, ein renommierter deutscher Sänger zu sein. Aber auch bei einem Showbiz-Profi wie ihm läuft nicht immer alles reibungslos, wie der 44-Jährige und die Zuschauer nun bei „Sing meinen Song“ feststellen mussten. Xavier hatte sich das Lied „Songs sinn Dräume“ („Songs sind Träume“) ausgesucht – und scheiterte zwischenzeitlich offenbar an seinem eigenen Perfektionismus. Der Gastgeber brach zum ersten Mal in der Geschichte der Show einen seiner Auftritte ab. Offenbar hatte er sich selbst aus dem Konzept gebracht, da er lange an der Songzeile herumgebastelt habe.

„Man will es einfach zu perfekt machen“, urteilte Xavier Naidoo, bevor er von Neuem mit seiner Interpretation begann. Sicher kein leichter Moment für den Soul-Sänger, hatte er sich doch im Vorfeld so sehr auf die Darbietung gefreut. „Das ist mein wichtigstes und schönstes Lied, ein Highlight aus der ganzen Staffel. Ich habe es ganz frei entkölscht. Ich möchte, dass viele Menschen einfach auch mal einen Text von BAP verstehen“, so der Anspruch des „Sing meinen Song“-Gastgebers.

Seven haut Wolfgang Niedecken aus den Socken

Doch selbst wenn Xavier Naidoo anscheinend nervös war, mit sich selbst hart ins Gericht ging und sein ausgewähltes Stück unterbrach – Wolfgang Niedecken konnte er dennoch überzeugen. „Das war grandios. Ich wünsche mir, dass Xavier alle Songs singt. Er ist der größte Sänger in Deutschland“, schwärmte der 65-jährige BAP-Frontmann. Neben Xavier Naidoo hatten auch alle anderen Künstler auf Kölsch in ihren Interpretationen verzichtet, bis auf den Schweizer Sänger Seven. Er performte „op Kölsch“ im Original und überraschte damit Niedecken: „Er hat das mit ganzer Seele gesungen. Ich habe es ihm abgenommen. Aber ich habe furchtbare Gewissensbisse, weil ich vorhin gesagt habe, dass das besser niemand machen sollte. Ich dachte, das traut sich keiner.“

Am Ende zahlte sich der Mut aus: Wolfgang Niedecken kürte Sevens Darbietung zum Song des Abends, der 37-Jährige habe einfach „ganz dicke Eier gehabt.“  Wir waren ebenfalls sehr angetan von dem Auftritt des Schweizers, fanden Xavier Naidoo natürlich aber auch nicht schlecht.

BIldquelle: VOX/Marcus Hertrich

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