Woody Allen verklagt "American Apparel"

Woody Allen verklagt “American Apparel”

am 19.05.2009 um 11:43 Uhr

Woody Allen auf dem Roten Teppich

Woody Allen lehnt es seit den 60er Jahren
ab, kommerzielle Werbung zu machen.

Schadensersatz für Woody Allen: Nachdem er die Modefirma American Apparel wegen unerlaubter Werbung verklagt hatte, konnten sich die Parteien jetzt außergerichtlich einigen.

Da hat Woody Allen wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt, als er sich selbst auf einem Plakat der Modefirma American Apparel gesehen hat. Das Label hat für ein Werbeplakat in New York eine Szene aus dem Film Annie Hall von 1977 benutzt. Auf dem Bild ist Allen als orthodoxer Jude mit den typischen Schläfenlocken und einem langen Bart abgebildet. Darüber steht in hebräischen Buchstaben „Der heilige Rabbi“ geschrieben.

Woody Allen hatte daraufhin American Apparel wegen unerlaubter Werbung auf 10 Millionen Dollar verklagt. Er erklärte, dass er seit den 60er Jahren bewusst nicht mehr für kommerzielle Produkte geworben habe. Deshalb halte er den Vorfall für „ungeheuerlich und schädigend“.

Die 10 Millionen Dollar hat Allen allerdings nicht bekommen. Nachdem American Apparel damit drohte, Allens langjährige Partnerin vorzuladen, um seinen zweifelhaften Ruf zur Sprache zu bringen, konnte man sich außergerichtlich einigen. Anfang der 90er Jahre hatte Woody Allen eine Affäre mit der 22-jährigen Tochter seiner Partnerin. Mittlerweile sind die Beiden verheiratet.

Mittlerweile haben sich Allen und American Apparel außergerichtlich mit fünf Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro) geeinigt. Das ist zwar nur die Hälfte des erwareteten Geldes, aber dafür wurden alte Geschichten nicht wieder neu aufgerollt, was Woody Allen bestimmt aufatmen lässt.

19.05.09

Bildquelle: gettyimages


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