Weihnachten: Konsum pur?

Kirche vs. Geschenke

Geschenke unter einem Tannenbaum

Die Geschenke unterm Tannenbaum dürfen nicht fehlen

Intermezzo Heiligabend – ein Zusammenspiel aus Vergangenheit und Zukunft

„Last Christmas I gave you my heart“ schallt es aus den Lautsprechern im Supermarkt und Du weißt, die Weihnachtszeit hat begonnen. Das es noch volle acht Wochen bis zum Heiligabend sind, ist nebensächlich. Es gilt die größtmögliche Menge an duftender, glitzernder und leuchtender Konsumgüter an den Kunden zu bringen. Und dieser spielt brav mit, indem er fleißig seinen Einkaufswagen mit Pailletten überzogenen, funkelnden Gegenständen füllt. Voller Stolz verlässt er den Supermarkt mit dem sicheren Wissen, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Spätestens zuhause dann folgt der Sturz aus seiner Vor-weihnachtlichen Stimmung hinein in die nass-kalte Realität. Hinter Kisten und alten Fahrrädern, in den Weiten seines Kellerraumes, merkt der Kunde, dass er jede seiner zuvor erworbenen Waren doppelt, in einer anderen Farbe oder auch in fünffacher Ausführung besitzt. Es wird geflucht und sich geschworen, nie wieder auf das Glitzern und Funkeln hereinzufallen, um im darauf folgenden Jahr denselben Fehler wieder zu begehen und die sechste Lichterkette für die Weihnachtstanne zu kaufen.

Von vergessenen Traditionen zu neuen Trends

So oder in ähnlicher Weise erging es schon vielen und es scheint, als hätten viele Menschen vergessen, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Das Fest zur Geburt Jesu wird in den Hintergrund gedrängt, an traditionelle Bräuche kann sich die junge Generation kaum noch erinnern und dass Weihnachten das Fest der Liebe und des Friedens ist, haben einige Menschen wohl nicht verstanden. Man bekommt das Gefühl, dass es nur darum geht, wer den leuchtendsten Weihnachtsschmuck besitzt, die größte Tanne im Wohnzimmer stehen hat und bei wem die meisten Geschenke unter dem Baum liegen. Neon-leuchtender Weihnachtsschmuck blinkt in jedem Fenster und lässt einen beim Beobachten in einen tranceartigen Zustand fallen. Grün-Blau-Gelb nach innen und Gelb-Blau-Grün nach außen, Grün-Blau-Gelb nach innen. Immergrüne Zweige, die früher traditionell jedes Jahr zu Weihnachten die Wohnräume schmückten, wurden von bunt leuchtendem Plastikschmuck verdrängt. Die Weihnachtskrippe, die früher den Mittelpunkt des Festes bildete, musste dem mit Lametta verhangenen Tannenbaum Platz machen.

Kommentar (1)

  • Mondschluessel am 21.12.2009 um 14:51 Uhr

    Weihnachten ist das Fest an dem Leben und Tod sich gegenüber stehen. Wir feiern die Geburt Jesus v. Nazareth in der Gewissheit seines Todes. Weil uns diese beiden Tatsachen alle gleichermaßen betreffen, bringt uns dieses Fest näher zusammen. Es geht nicht um große Geschenke, aber sie schaden auch nichts. Ein sehr schönes Geschenk ist das Buch der Elfensternzeichen v. Petra Maria Scheid. Denn jeder interessiert sich für seine Sternzeichen und es passt perfekt zum Thema Geburtstag. Da kommen lustige und interessante Gespräche zustande, wenn man seine Elfensternzeichen miteinander vergleicht. Ein gutes Medium auch um mehr über den anderen zu erfahren. Je mehr man voneinander weiß, desto geringer wird die Distanz. Man entwickelt Verständnis und Zuneigung - Ist das nicht eigentlich der Sinn von Weihnachten ?